IBM Aktie: KI-Schub
IBM rückt mit seiner KI-Plattform watsonx stärker ins Rampenlicht – und diesmal nicht nur in Präsentationen für Investoren, sondern mit handfesten Nutzungszahlen vom Traditionspartner Wimbledon. Parallel dazu ziehen mehrere große Analystenhäuser ihre Kursziele deutlich nach oben. Im Kern geht es um die Frage: Wie stark verändert die Kombination aus KI-Erfolg und positiver Analystenstimmung den Blick auf die Aktie?
Analysten werden deutlich optimistischer
Auslöser der jüngsten Kursstärke ist vor allem ein Upgrade durch Jefferies. Die Investmentbank stufte IBM auf „Buy“ hoch und setzte das Kursziel auf 360 US‑Dollar. Ausgehend vom aktuellen Kurs signalisiert das ein spürbares Aufwärtspotenzial.
Unterstützung kommt von weiteren Seiten:
- Melius Research bestätigte seine Kaufempfehlung und nannte ein noch höheres Ziel von 375 US‑Dollar.
- RBC Capital blieb ebenfalls bei „Buy“ mit einem Kursziel von 350 US‑Dollar.
Damit verschiebt sich die Erwartungsspanne nach oben. Während der Durchschnitt der Analystenschätzungen bislang bei rund 302 US‑Dollar lag, markieren die neuen Ziele im Bereich 350 bis 375 US‑Dollar eine deutlich ambitioniertere Perspektive für 2026. Die Experten stellen vor allem die langfristigen Chancen im Beratungs- und Softwaregeschäft in den Vordergrund, die eng mit dem Ausbau von KI- und Cloud-Lösungen verbunden sind.
Wimbledon verlängert – und liefert Zahlen
Am Morgen hat IBM zudem die Verlängerung der seit 36 Jahren bestehenden Zusammenarbeit mit dem All England Lawn Tennis Club (Wimbledon) bekannt gegeben. Partnerschaftsverlängerungen sind an sich nichts Außergewöhnliches, die Details sind hier jedoch bemerkenswert, weil sie konkrete Effekte der KI-Nutzung belegen.
Laut IBM haben die KI-gestützten digitalen Werkzeuge 2025 spürbar zu einer höheren Fanbindung beigetragen:
- Engagement über alle Wimbledon-Plattformen: +16 % gegenüber dem Vorjahr
- App-Nutzung: +19 %
- App-Bewertung: durchschnittlich 4,9 von 5 Sternen
- 86 % der befragten Tennisfans sehen einen klaren Mehrwert in KI-Funktionen wie „Live Likelihood to Win“ und „Match Chat“, die auf
watsonxbasieren
Diese Zahlen dienen dem Markt als praktischer Beleg dafür, dass watsonx nicht nur ein technisches Konzept ist, sondern im Live-Betrieb von Millionen Nutzern akzeptiert wird und für den Kunden – hier Wimbledon – messbare Ergebnisse liefert. Genau diese Art von Referenzprojekten ist wichtig, um weitere Enterprise-Kunden für vergleichbare KI-Lösungen zu gewinnen.
Fundamentaler Hintergrund: Wachstum mit Cloud und KI
Die positive Reaktion am Markt steht im Kontext eines bereits verbesserten fundamentalen Bildes. Im dritten Quartal hatte IBM die Erwartungen übertroffen:
- Gewinn je Aktie: 2,65 US‑Dollar (erwartet waren 2,45 US‑Dollar)
- Umsatz: 16,33 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von 9,1 % gegenüber dem Vorjahr
Diese Zahlen werden als Bestätigung gesehen, dass der strategische Fokus auf Hybrid-Cloud und Unternehmens-KI zunehmend in den Ergebnissen ankommt. Die jüngsten Analystenkommentare deuten darauf hin, dass insbesondere das Beratungs- und Softwaregeschäft als Treiber für weiteres Wachstum eingepreist wird.
Auf der institutionellen Seite gab es zuletzt Umschichtungen: Almanack Investment Partners LLC reduzierte seine Position im dritten Quartal, während Chicago Capital LLC seine Beteiligung um 42,9 % aufstockte. Insgesamt hat sich der Analystenkonsens aber gefestigt – die Aktie wird derzeit im Schnitt mit „Moderate Buy“ eingestuft.
Kursseitig bewegt sich IBM nahe der 300‑US‑Dollar-Marke und damit nur knapp unter dem 52‑Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt die Performance bei rund 39 %, zuletzt hat sich der Kurs deutlich über seinen längerfristigen Durchschnitten etabliert. Das unterstreicht, dass der Aufwärtstrend bereits seit einiger Zeit trägt.
Ausblick: KI-Erfolge in Umsatz übersetzen
Für die kommenden Monate wird entscheidend sein, ob die sichtbaren Erfolge von watsonx bei prominenten Events wie Wimbledon in breitere Unternehmensabschlüsse münden. Die neu ausgerufenen Kursziele großer Häuser im Bereich 350 bis 375 US‑Dollar spiegeln die Erwartung wider, dass IBM sein KI- und Cloud-Wachstum 2026 weiter beschleunigt.
Die aktuelle Situation lässt sich so zusammenfassen: Fundamentale Kennzahlen, konkrete KI-Erfolgsgeschichten und ein deutlich freundlicherer Analystenblick greifen ineinander. Sollte IBM diese Linie mit weiteren Großkunden und stabilen Quartalszahlen bestätigen, wäre der Nährboden für eine fortgesetzte Neubewertung der Aktie vorhanden.
IBM-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IBM-Analyse vom 07. Januar liefert die Antwort:
Die neusten IBM-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IBM-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
IBM: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








