Hims & Hers präsentiert derzeit ein Paradoxon, das an der Wall Street selten zu beobachten ist. Obwohl das Telehealth-Unternehmen rasant wächst und in seiner Vergleichsgruppe profitabel arbeitet, wetten Leerverkäufer massiv auf fallende Kurse. Während der Aktienkurs weit von den Höchstständen des Sommers entfernt ist, stellt sich die Frage nach den fundamentalen Gründen für diesen ausgeprägten Pessimismus der Profi-Investoren.

Das profitable Ziel der Bären

Die Aktie gehört aktuell zu den fünf am stärksten leerverkauften Titeln an der Wall Street. Je nach Datenquelle sind zwischen 32 und 37 Prozent der verfügbaren Aktien "short" verkauft. Diese Wette gegen das Unternehmen ist bemerkenswert, da Hims & Hers als einziger Titel in dieser Top-10-Liste der meistverkauften Aktien profitabel ist und einen positiven Free Cash Flow vorweist.

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Operativ scheinen die Zahlen diese Skepsis kaum zu rechtfertigen: Im dritten Quartal 2025 wuchs der Umsatz um gut 49 Prozent im Jahresvergleich, und die Bilanz gilt als solide. Dennoch spiegelt der Kursverlauf das Misstrauen wider: Mit einem Schlusskurs von 29,62 US-Dollar am Freitag hat das Papier seit Jahresanfang bereits über 11 Prozent verloren.

Konkurrenzdruck durch "Abnehmpille"

Ein wesentlicher Treiber für die Sorgen der Anleger ist die verschärfte Wettbewerbssituation im Bereich der Gewichtsreduktion. Novo Nordisks Wegovy in Tablettenform verzeichnet eine explodierende Nachfrage, wobei die Verschreibungen laut Daten von Symphony Health innerhalb einer Woche von rund 4.300 auf über 20.000 sprangen.

Das Problem für Hims & Hers: Während Konkurrenten wie Ro, WeightWatchers oder Amazon dieses orale GLP-1-Medikament bereits anbieten, fehlt es bisher auf der Plattform von Hims. Investoren fürchten, dass das Unternehmen hier den Anschluss an einen entscheidenden Markttrend verliert.

Insider verkaufen weiter

Zusätzliche Unsicherheit schürt das Verhalten der Unternehmensführung. In den vergangenen 12 Monaten wurden Insider-Verkäufe im Gesamtwert von 209 Millionen US-Dollar getätigt – dem stehen null Insider-Käufe gegenüber. Zuletzt veräußerte CFO Yemi Okupe am 20. Januar erneut ein Aktienpaket.

Auch die Analystengemeinde ist gespalten. Während die Bank of America mit einem Kursziel von 29 US-Dollar warnt, dass die Markterwartungen für 2026 zu hoch seien, sieht die Deutsche Bank das Ziel bei 42 US-Dollar. Im Konsens überwiegt jedoch eine abwartende Haltung („Hold“).

Gegenmaßnahmen und Ausblick

Das Management versucht, das Vertrauen durch ein Aktienrückkaufprogramm über 250 Millionen US-Dollar zu stärken, was etwa 3 Prozent der ausstehenden Aktien entspricht. Zudem investiert das Unternehmen aggressiv in Personal und rekrutierte zuletzt KI-Experten von Firmen wie Cruise und Snap, um die technologische Basis auszubauen.

Nach über 40 Tagen ohne wesentliche Unternehmensnachrichten warten Anleger nun auf die kommenden Quartalszahlen. Entscheidend wird sein, ob das Management eine klare Strategie für die Integration neuer GLP-1-Präparate vorlegen kann, um die fundamentale Lücke zum Wettbewerb zu schließen.

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