Hensoldt Aktie: Paradigmenwechsel eingeleitet
Hensoldt rüstet auf. Der Sensorspezialist aus Taufkirchen hat vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) einen Auftrag erhalten, der die Drohnenabwehr auf ein neues Level hebt. Während die Aktie nach einer beispiellosen Rallye aktuell korrigiert, stärkt das Unternehmen seine operative Basis mit technologischen Neuerungen und langfristigen Partnerschaften.
Vom Störsender zur kinetischen Abwehr
Bislang setzte das Drohnenabwehrsystem ASUL primär auf sogenannte Soft-Kill-Fähigkeiten, also das elektronische Stören feindlicher Flugobjekte. Der neue Auftrag markiert hier eine entscheidende Wende: Künftig soll das System auch kinetisch wirken können. Das BAAINBw beauftragte Hensoldt mit der Integration entsprechender Gegenmaßnahmen, was die Einsatzmöglichkeiten des seit 2022 genutzten Systems massiv erweitert.
Die Details der technischen Aufrüstung im Überblick:
- Integration: Einbindung einer KONGSBERG-Waffenstation in einen 10-Fuß-Container.
- Kompatibilität: Anpassung für Waffen, die bereits bei der Bundeswehr eingeführt sind.
- Steuerung: Neuer Kommandocontainer zur Koordination zwischen Kommandant, Operator und Waffenbediener.
- Skalierbarkeit: Künftig können mehrere Effekte pro System genutzt werden.
Marktbeobachter werten diesen Schritt als Bestätigung der "Software-Defined Defence"-Strategie des Konzerns. Hensoldt liefert nicht nur Hardware, sondern komplexe, integrierte Lösungen, die sich an veränderte Bedrohungslagen anpassen lassen.
Volle Auftragsbücher sichern Wachstum
Die Erweiterung des ASUL-Systems ist kein Einzelfall. Bereits im Dezember 2025 sicherte sich der Konzern einen langfristigen Rahmenvertrag mit der Rheinmetall Air Defence AG. Dieser umfasst die Lieferung von SPEXER-Radaren bis in die 2030er Jahre und hat ein Potenzialvolumen im hohen dreistelligen Millionenbereich. Zudem läuft die Auslieferung von Nachtsichtgeräten auf Hochtouren: Die Beschaffungsagentur OCCAR bestellte weitere 100.000 Einheiten für die Bundeswehr und 4.000 für Belgien. Ziel ist die Lieferung von über 178.000 Brillen bis Ende 2030.
Aktie im Korrekturmodus
Trotz der operativen Erfolge legte der Aktienkurs zuletzt den Rückwärtsgang ein. Nach einem beeindruckenden Anstieg von über 115 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten nehmen Anleger derzeit Gewinne mit. Am gestrigen Donnerstag schloss die Aktie bei 83,60 Euro.
Die jüngste Entwicklung zeigt eine deutliche Konsolidierung:
* In den letzten sieben Tagen verlor das Papier 9,96 Prozent an Wert.
* Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 115,10 Euro beträgt inzwischen gut 27 Prozent.
* Dennoch liegt die Performance seit Jahresanfang (YTD) noch immer mit 9,42 Prozent im Plus.
Diese Gegenbewegung am Markt erfolgt vor dem Hintergrund ambitionierter Langfristziele. Das Management hatte die Umsatzprognose für 2030 bereits im Mai 2025 auf sechs Milliarden Euro angehoben. Ob das Unternehmen auf Kurs liegt, wird sich am 26. Februar 2026 zeigen, wenn Hensoldt die nächsten Quartalszahlen präsentiert.
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