In Davos hat sich das Blatt für die Rüstungsbranche überraschend gewendet. Während die Hensoldt-Aktie nach einer beeindruckenden Rallye zuletzt wie ein Fels in der Brandung wirkte, sorgten die jüngsten Töne von US-Präsident Donald Trump am Donnerstag für einen spürbaren Dämpfer. Mit einem Minus im frühen Handel von rund 4 % auf 83,58 Euro zeigt sich der Titel des Rüstungselektronik-Spezialisten plötzlich verwundbar.

Die Trump-Wende in der Arktis

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Der Hauptgrund für die Nervosität am Markt liegt in den Schweizer Alpen. Trump schloss in seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum militärische Gewalt im Grönland-Konflikt aus. Für Investoren, die auf eine weitere Eskalation und damit verbundene milliardenschwere Budgeterhöhungen gewettet hatten, war dies das Signal für rasche Gewinnmitnahmen. Da geopolitische Risikoprämien nun ausgepreist werden, gerät der gesamte Sektor unter Druck. Rheinmetall und Renk büßten zeitgleich ebenfalls an Boden ein, was die Sorge vor einer breiteren Sektor-Rotation schürt.

Bewertung auf dem Prüfstand

Besonders die sportliche Bewertung von Hensoldt wird nun zum Thema. Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 57 für das Jahr 2026 ist die Gefahr für Enttäuschungen extrem groß. Erschwerend kommt der milliardenschwere Börsengang der tschechischen Czechoslovak Group (CSG) in Amsterdam hinzu. Marktteilnehmer schichten derzeit Kapital um, um beim größten Rüstungs-IPO der Geschichte dabei zu sein.

Blickpunkt 25. Februar

Trotz der aktuellen Korrektur bleibt die fundamentale Story intakt: Seit Jahresbeginn steht Hensoldt noch immer mit gut 18 % im Plus. Den ultimativen Lackmustest stellt jedoch der 25. Februar 2026 dar. Wenn der Konzern seine Zahlen für das vierte Quartal präsentiert, muss er beweisen, dass die vollen Auftragsbücher auch in harten Gewinn umgemünzt werden können. Charttechnisch ist die Marke von 83 Euro nun die entscheidende Bastion – hält diese nicht, könnte der Weg für einen weiteren Test tieferer Unterstützungszonen frei werden.

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