Hensoldt Aktie: Analysten ziehen Notbremse
Nach der euphorischen Montags-Rally folgt die harte Landung: Die Hensoldt-Aktie gerät am Dienstag unter Druck, nachdem mwb research eine deutliche Verkaufsempfehlung ausgesprochen hat. Der Vorwurf: Der jüngste Kurssprung sei fundamental nicht gerechtfertigt.
Die wichtigsten Fakten:
- mwb research stuft auf „SELL" herab, Kursziel 65 Euro
- Implizites Abwärtspotenzial von über 20 Prozent
- Analysten: Venezuela-Effekt bei Hensoldt nur „Sympathie-Anstieg"
- Aktie notiert aktuell bei 82,15 Euro
Kein direkter Nutzen aus Venezuela
Was die positive Stimmung am Montag befeuerte, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Trugschluss. Die US-Militäroperation in Venezuela und die Festnahme von Nicolás Maduro hatten Rüstungsaktien weltweit nach oben getrieben – allen voran Rheinmetall. Hensoldt schwamm auf dieser Welle mit, legte rund 7 Prozent zu.
Die Analysten von mwb research halten diesen Anstieg jedoch für unbegründet. Im Gegensatz zu anderen Branchenvertretern verfüge Hensoldt über keine nennenswerte Exponierung gegenüber Venezuela. Auch die Verknüpfung zu aktuellen Konflikten in Iran oder Israel sei begrenzt. Der Titel habe lediglich vom allgemeinen Sektor-Aufschwung profitiert, ohne dass unternehmensspezifische Nachrichten den Wertzuwachs rechtfertigen würden.
Bewertung zu ambitioniert
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Neben der fehlenden direkten Profitabilität aus den jüngsten geopolitischen Ereignissen sehen die Experten weitere Risiken. Der Wettbewerbsdruck in den Kernbereichen Sensoren und Software nehme zu. Zwar bleibe der makroökonomische Rückenwind für die Rüstungsbranche bestehen, doch ohne substanzielle neue Aufträge erscheine die aktuelle Bewertung überzogen.
Das Kursziel von 65 Euro liegt deutlich unter dem aktuellen Niveau. Erste Marktteilnehmer haben bereits reagiert und Gewinne mitgenommen. Die Aktie notiert im Xetra-Handel nahezu unverändert, nachdem sie am Vortag noch deutlich zulegen konnte.
Charttechnik versus Fundamentaldaten
Die Situation stellt Anleger vor eine klassische Entscheidung: Vertrauen in technische Signale oder Rückbesinnung auf fundamentale Bewertung? Während charttechnische Analysen kurzfristig noch positive Impulse identifizierten, warnen die Fundamentalanalysten vor Überhitzung. Die kommenden Handelstage dürften zeigen, welche Seite sich durchsetzt. Entscheidend wird sein, ob die Marke von 80 Euro hält oder ob der Titel seine jüngsten Gewinne wieder abgibt.
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