GrafTech International zieht die Reißleine und erhöht die Preise für Graphitelektroden mit sofortiger Wirkung. Nach drei Jahren sinkender Marktpreise und einem tiefroten Geschäftsjahr 2025 versucht der Konzern, seine Rentabilität durch Aufschläge von bis zu 1.200 US-Dollar pro Tonne zu stabilisieren.

Massive Aufschläge für Neugeschäft

Die Preisanpassungen gelten ab sofort für alle noch nicht vertraglich gebundenen Mengen. Je nach Region steigen die Preise um mindestens 600 bis 1.200 US-Dollar pro Tonne. CEO Timothy Flanagan bezeichnete diesen Schritt als notwendigen „Reset“. Die bisherigen Marktpreise seien unter ein Niveau gefallen, das nachhaltige Investitionen und eine zuverlässige Versorgung der Stahlindustrie langfristig ermögliche.

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Hinter der Entscheidung steht ein enormer Kostendruck. Steigende Ausgaben für ölbasierte Rohstoffe, Energie und Logistik belasten die Bilanz. Diese Entwicklung wird durch aktuelle geopolitische Spannungen zusätzlich verschärft. GrafTech meldete erst Anfang Februar für das Gesamtjahr 2025 einen Nettoverlust sowie ein negatives bereinigtes EBITDA. Interne Strategien zur Kostensenkung reichten allein nicht aus, um den Abwärtstrend zu stoppen.

Kampf gegen Preisdumping

Ein wesentlicher Treiber für die angespannte Lage ist der globale Wettbewerb, insbesondere aus Asien. GrafTech geht juristisch gegen Importe aus China und Indien vor, denen das Unternehmen unfaire Preispraktiken vorwirft. In Brasilien führten Untersuchungen der Handelsbehörden bereits zu vorläufigen Einschätzungen, die Dumping-Margen bei Exporten aus diesen Ländern bestätigen.

Die aktuelle Preiserhöhung ist somit eine direkte Reaktion auf ein Marktumfeld, das der Konzern als zunehmend verzerrt wahrnimmt. Mit dem Preisaufschlag will das Management die regionale Produktion von Graphitelektroden absichern und die Kontinuität für Kunden im Bereich der Elektrostahlroute gewährleisten.

Die kommenden Monate werden zeigen, wie der Markt auf die deutlichen Preissteigerungen reagiert. Da die Wettbewerbsintensität zuletzt laut Unternehmensangaben weiter zugenommen hat, bilden die laufenden Antidumping-Verfahren in den USA und Brasilien eine wichtige Säule für die künftige Preisgestaltung des Konzerns.

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