Drei Faktoren drücken den Goldpreis gleichzeitig nach unten — und keiner davon ist neu. Was sich verändert hat, ist ihre gleichzeitige Wirkung.

Türkei kippt 60 Tonnen auf den Markt

Den stärksten unmittelbaren Druck erzeugt die türkische Zentralbank. Innerhalb von zwei Wochen hat sie rund 60 Tonnen Gold im Wert von über 8 Milliarden US-Dollar verkauft oder über Swap-Geschäfte in London liquidiert — mit dem Ziel, die Lira zu stützen, die zuletzt bei 44,35 zum Dollar notierte. Ihre Gesamtreserven werden auf rund 135 Milliarden US-Dollar geschätzt, weitere Verkäufe gelten als möglich. Ergänzend kommen Verkäufe aus Fonds in Dubai und Katar hinzu, die kurzfristigen Liquiditätsbedarf decken. Das physische Überangebot belastet die Notierungen spürbar.

Geopolitik und Makro nehmen Druck aus dem Markt

Parallel dazu hat US-Präsident Trump die Frist für einen möglichen Militärschlag gegen iranische Infrastruktur auf den 6. April 2026 verschoben. Das nimmt die unmittelbare Krisenprämie aus dem Markt — Gold verliert einen seiner stärksten Kurstreiber der vergangenen Monate.

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Hinzu kommt das makroökonomische Umfeld. Der US-Dollar zeigt sich robust, die Rendite zehnjähriger Treasuries liegt bei 4,41 Prozent. Marktteilnehmer preisen aktuell eine Wahrscheinlichkeit von rund 38 Prozent für eine weitere Fed-Zinserhöhung bis Dezember 2026 ein — ein Umfeld, das zinsloses Gold strukturell unattraktiver macht.

Technisch unter Beobachtung

Seit dem Rekordhoch von über 5.000 US-Dollar im Januar 2026 hat Gold rund 21 Prozent verloren. Aktuell bewegt sich der Spotpreis zwischen 4.370 und 4.410 US-Dollar. Analysten sehen bei 4.306 Dollar eine erste relevante Unterstützung. Gibt diese nach, rückt die Zone um 4.098 Dollar in den Blick — ein Niveau, das den Korrekturrahmen deutlich ausweiten würde.

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