Gold: Wachstumspfad stabil!
Das Edelmetall kennt derzeit kein Halten mehr und steuert auf einen historischen Meilenstein zu. Getrieben von einer Mischung aus geopolitischer Nervosität und massiven Käufen der Zentralbanken rückt die psychologisch extrem wichtige Hürde von 5.000 US-Dollar je Feinunze in greifbare Nähe. Anleger fragen sich: Ist das der finale Gipfelsturm oder erst der Beginn einer strukturellen Neubewertung des sicheren Hafens?
Geopolitik und Dollar-Schwäche als Treibstoff
Die aktuelle Rallye wird maßgeblich von der sogenannten "Greenland-Krise" rund um die Übernahmeambitionen von US-Präsident Trump befeuert. Zwar ruderte die US-Regierung bei den Zolldrohungen zuletzt zurück, doch die Verunsicherung an den Märkten sitzt tief. Parallel dazu belastet die Sorge um die Unabhängigkeit der Federal Reserve den US-Dollar, was Gold für Inhaber anderer Währungen attraktiver macht.
Die wesentlichen Treiber im Überblick:
- Geopolitik: Anhaltende Handelskriegssorgen und globale Spannungen erhöhen den Bedarf an Absicherung.
- Währungsschwäche: Der US-Dollar verzeichnete zuletzt die schwächste Woche seit sieben Monaten.
- Strukturelle Nachfrage: Zentralbanken und institutionelle Investoren setzen ihre Diversifizierung fort.
- Investoren-Rückkehr: Private Wealth-Firmen und Hedgefonds entdecken Gold als strategisches Instrument gegen makroökonomische Risiken wieder.
Zentralbanken ändern die Spielregeln
Anders als bei früheren Preisspitzen wird der aktuelle Anstieg durch eine fundamentale Verschiebung der Nachfragestruktur untermauert. Gold hat mittlerweile den Euro als zweitwichtigstes Reservemedium nach dem US-Dollar abgelöst – eine direkte Folge des schwindenden Vertrauens in Dollar-Reserven nach der Beschlagnahmung russischer Assets.
Der World Gold Council meldete allein für November Nettokäufe von 45 Tonnen. Goldman Sachs geht davon aus, dass die Währungshüter auch im Jahr 2026 monatlich im Schnitt 60 Tonnen erwerben werden. Zum Vergleich: Vor 2022 lag dieser Wert bei lediglich 17 Tonnen. Diese konstante Nachfrage fungiert als Preisboden und treibt die Notierungen auch dann, wenn spekulative Anleger Gewinne mitnehmen.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Die Investmentbanken reagieren auf diese Entwicklung mit deutlichen Kurszielanhebungen. Goldman Sachs bezeichnet Gold inzwischen als seinen "höchsten Überzeugungstrade" und schraubte das Jahresendziel von 4.900 auf 5.400 US-Dollar nach oben. Noch optimistischer zeigt sich die ICBC Standard Bank mit einem Potenzial bis zu 7.150 US-Dollar.
Auch die ETF-Zuflüsse sprechen eine klare Sprache: 2025 war das stärkste Jahr für Gold-ETFs überhaupt, wobei allein asiatische Fonds mehr Kapital anzogen als in den fast zwei Jahrzehnten zuvor zusammen.
Konsolidierung auf Rekordniveau
Nachdem das Edelmetall gestern bei 4.939,20 US-Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch markierte, nehmen Anleger heute eine leichte Atempause. Der Kurs notiert aktuell bei 4.920,20 US-Dollar, was einem moderaten Tagesminus von 0,38 Prozent entspricht. Angesichts einer Performance von über 13 Prozent seit Jahresanfang erscheint dieser Rücksetzer jedoch als technisch gesunde Konsolidierung vor dem möglichen Angriff auf die 5.000er-Marke.
Da Zentralbanken weiterhin als strategische Käufer auftreten und die geopolitischen Risikofaktoren bestehen bleiben, dürfte der Aufwärtsdruck mittelfristig anhalten. Solange die institutionelle Nachfrage das Angebot verknappt, bleibt der Weg des geringsten Widerstands für den Goldpreis nach oben gerichtet.
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