Zentralbanken verkaufen, Anleger flüchten in Liquidität, und die Fed hält an ihrer restriktiven Linie fest. Gold steckt in einer Abwärtsspirale, die sich aus mehreren Richtungen gleichzeitig speist.

Der Goldpreis liegt inzwischen rund 19 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 5.450 USD — und das Umfeld bleibt belastend. Am Dienstag setzte sich die zehntägige Verlustserie fort. Wer auf den klassischen Krisenreflex des Edelmetalls gesetzt hatte, wartet vergebens.

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Wenn der sichere Hafen versagt

Das eigentliche Paradox: Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und der anhaltende Konflikt mit dem Iran bestehen fort — doch Gold profitiert nicht. Der Grund liegt im Wechselspiel zwischen Energiepreisen und Geldpolitik. Brent-Öl über 104 USD befeuert die Inflation, was die Fed in ihrer restriktiven Haltung bestärkt. Ihr Signal vom 18. März — nur ein Zinssenkungsschritt im Jahr 2026 — drückt auf die Attraktivität des unverzinsten Metalls. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf 4,38 Prozent und macht den Dollar als Alternative attraktiver.

Zentralbanken als Verkäufer

Zusätzlichen Druck erzeugt das Verhalten großer Zentralbanken. Die türkische Notenbank erwägt laut Berichten vom 24. März, Teile ihrer geschätzten 135 Milliarden USD schweren Goldreserven über Swap-Geschäfte in London zur Stützung der Lira einzusetzen. Russland verkaufte zwischen Januar und März 2026 rund 500.000 Unzen aus seinen Beständen — zur Deckung von Kriegskosten. Die Goldbestände der russischen Zentralbank sanken damit auf den niedrigsten Stand seit März 2022.

Parallel dazu nutzen institutionelle Anleger Goldpositionen zur Deckung von Verlusten in anderen Anlageklassen. Der SPDR Gold Shares verzeichnete zuletzt einen milliardenschweren Abfluss an einem einzigen Handelstag — ein Zeichen für den Liquiditätsdruck, der den Markt zusätzlich belastet.

Technisches Bild bleibt eingetrübt

Charttechnisch hat Gold wichtige Unterstützungen verloren. Analysten sehen eine potenzielle Bodenbildung erst im Bereich von 4.000 USD. Einige Institute werten den Ausverkauf als Überreaktion und erwarten eine Erholung zum Jahresende — vorausgesetzt, die Fed leitet tatsächlich Zinssenkungen ein. Bis dahin bleibt das kurzfristige Momentum negativ. Minenwerte wie Newmont und Barrick Gold folgten dem Abwärtstrend und verloren im Monatsverlauf ebenfalls deutlich.

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