Gold: Käufer kehren zurück
Der Goldpreis hat sich heute stabilisiert und notiert wieder über der Marke von 5.170 US-Dollar. Ein schwächerer US-Dollar und enttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA geben dem Edelmetall neuen Auftrieb. Doch kann sich dieser Trend vor den wichtigen Inflationsdaten am morgigen Mittwoch behaupten?
US-Arbeitsmarkt und Dollar stützen
Gold notierte am Morgen bei rund 5.171 US-Dollar pro Unze, was einem Plus von knapp 0,7 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Wesentlicher Treiber war die Nachricht, dass die US-Wirtschaft im Februar überraschend 92.000 Stellen verloren hat. Besonders der Gesundheitssektor war von diesem Rückgang betroffen. Die Schwäche am Arbeitsmarkt nährt am Markt die Erwartung einer künftig lockereren Geldpolitik der Federal Reserve.
Gleichzeitig sorgte ein Rücksetzer des US-Dollars für Entlastung. Da Gold weltweit in Dollar gehandelt wird, macht eine schwächere US-Währung das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums attraktiver. In den asiatischen Handelsstunden profitierte zudem Silber von der positiven Stimmung und legte um rund 4 Prozent auf 87,90 US-Dollar zu.
Zentralbanken als strukturelles Gegengewicht
Trotz massiver Abflüsse aus privaten ETFs bleibt die fundamentale Nachfrage robust. Zwar verzeichnete der SPDR Gold Trust (GLD) Anfang März mit 2,91 Milliarden US-Dollar den größten Tagesabfluss seit Jahren, doch staatliche Akteure füllen diese Lücke. Die chinesische Zentralbank weitete ihre Goldkäufe im Januar den 15. Monat in Folge aus.
Zudem stützen die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten den Kurs. Das Sicherheitsbedürfnis der Anleger hält den Preis stabil über der psychologisch wichtigen Marke von 5.000 US-Dollar. Im historischen Kontext zeigt sich eine deutliche Verschiebung: Während der Anteil des US-Dollars an den weltweiten Währungsreserven auf den niedrigsten Stand seit 1994 fiel, stieg der Goldanteil deutlich an.
Technische Signale und Ausblick
Charttechnisch hat sich die Lage zuletzt verbessert. Nahe der Unterstützung bei 5.052 US-Dollar bildete sich ein „Morning Star Doji“-Muster, das oft eine Aufwärtswende signalisiert. Der Relative-Stärke-Index (RSI) lässt mit einem Wert von 44 noch Spielraum für Kurssteigerungen, bevor der Markt als überkauft gilt. Die nächste signifikante Hürde liegt nun beim Widerstand von 5.208 US-Dollar.
Die Entscheidung über die kurzfristige Trendrichtung fällt voraussichtlich morgen mit der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise (CPI) für Februar. Analysten erwarten eine Inflationsrate von 2,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Sollten die Daten höher ausfallen als prognostiziert, könnte der Goldpreis erneut unter Druck geraten und das Tagestief bei 5.126 US-Dollar testen. Ein schwächerer Preisdruck würde hingegen das bullische Szenario in Richtung 5.400 US-Dollar stärken.
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