Gold: Jahrestag der Zölle befeuert Erholung
Gold startet mit einem deutlichen Plus in den April. Nach dem schlimmsten Monatsverlust seit Oktober 2008 – minus 14% im März – greifen Käufer wieder zu. Der Auslöser ist ein Zusammenspiel aus geopolitischer Entspannung und handelspolitischer Nervosität rund um den ersten Jahrestag von Trumps „Liberation Day"-Zöllen.
Ein Jahr „Liberation Day"
Am 2. April 2025 kündigte Trump im Rosengarten des Weißen Hauses die umfassendsten US-Zölle seit einem Jahrhundert an. Die Märkte brachen ein, erholten sich jedoch, als die ursprünglichen Maßnahmen abgeschwächt wurden. Im Februar erklärte der Supreme Court die „Liberation Day"-Zölle für illegal – was nun einen Rückerstattungsprozess von rund 170 Milliarden Dollar in Gang setzt.
Bemerkenswert: Gold-Bullion war im ursprünglichen Zollbeschluss explizit ausgenommen. Das Edelmetall profitiert also von den Turbulenzen der Handelspolitik, ohne direkt davon betroffen zu sein.
Den unmittelbaren Kursimpuls gestern lieferten Berichte, wonach Trump bereit sein soll, die US-Militärkampagne gegen den Iran zu beenden. Das löste eine Risk-on-Reaktion aus, die Gold von 4.511 auf zeitweise 4.619 USD trieb.
Technische Lage und institutionelle Einschätzungen
Der Spot-Preis notiert aktuell bei rund 4.559 USD – ein Tagesplus von gut einem Prozent. Technisch gilt die Zone um 4.410 bis 4.420 USD als entscheidende Unterstützung. Hält diese, liegen die nächsten Zielmarken bei 4.580, 4.660 und 4.760 USD. Der erste nennenswerte Widerstand wartet beim 38,2%-Fibonacci-Retracement nahe 4.592 USD.
Gegenwind bleibt ein starker US-Dollar und erhöhte Realrenditen. Die Fed hält die Zinsen stabil und signalisiert für 2026 lediglich eine einzige Senkung – bei einer hartnäckigen Kerninflation von 3,6%. Polymarket-Händler preisen eine 74-prozentige Wahrscheinlichkeit ein, dass Gold im April unter 4.500 USD fällt.
Goldman Sachs hält dennoch an seiner Jahresendzielprognose von 5.400 USD fest und verweist auf anhaltende Marktturbulenzen als Treiber. Diese Woche liefern JOLTS-Stellenangebote, US-Arbeitslosenzahlen und weitere Makrodaten neue Orientierungspunkte – und dürften die kurzfristige Richtung mitbestimmen.
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