Der Goldpreis nimmt wieder Fahrt auf. Am Freitagnachmittag kletterte eine Feinunze um knapp ein Prozent auf 4.517 Dollar – nur noch einen Steinwurf vom Allzeithoch bei 4.550 Dollar entfernt, das Ende Dezember markiert wurde. Nach einer kurzen Verschnaufpause, die den Kurs zwischenzeitlich auf 4.275 Dollar drückte, scheint die Rallye nun neue Kraft zu schöpfen.

Die Zahlen sprechen für sich: 2024 legte das Edelmetall um satte 65 Prozent zu – der stärkste Jahresanstieg seit 1979. Doch was treibt die Notierungen aktuell wieder nach oben?

Chaos im Iran befeuert Flucht in sichere Häfen

Die Lage im Mittleren Osten spitzt sich dramatisch zu. Am Donnerstagabend erlebte der Iran die größten Demonstrationen seit Beginn der aktuellen Protestwelle. Die Reaktion des Regimes: komplette Internetabschaltung. Unbestätigte Berichte sprechen von zahlreichen Toten, nachdem Sicherheitskräfte das Feuer auf Demonstrierende eröffnet haben sollen. Der Geheimdienst forderte die Bevölkerung am Freitag auf, "Zerstörer und von den USA und Israel angeheuerte Terroristen" zu melden.

Solche Krisenherde sind Wasser auf die Mühlen des Goldpreises. Investoren suchen angesichts politischer Unsicherheiten traditionell Zuflucht im glänzenden Metall. Und davon gibt es aktuell weltweit reichlich.

US-Arbeitsmarkt liefert gemischte Signale

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Der US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag fiel durchwachsen aus. Während der Beschäftigungsanstieg schwächer ausfiel als erwartet, sank die Arbeitslosenquote leicht. Für Goldanleger sind das dennoch gute Nachrichten: Die Daten dürften die Fed unter Druck setzen, das Tempo bei Zinssenkungen zu erhöhen.

Warum ist das relevant? Sinkende Zinsen machen US-Staatsanleihen – ebenfalls als sicherer Hafen betrachtet – weniger attraktiv. Die Folge: Kapital fließt verstärkt in Edelmetalle. Der Dollar gerät unter Druck, was Gold in anderen Währungen günstiger macht und die Nachfrage zusätzlich ankurbelt.

Silber zieht nach – mit noch mehr Dramatik

Wer dachte, Golds Performance sei beeindruckend, sollte einen Blick auf Silber werfen. Das Industriemetall schoss am Freitag um vier Prozent auf 80,12 Dollar hoch – nach einem Jahresplus von fast 150 Prozent. Zwar schwankt Silber deutlich stärker als Gold und fiel nach dem Rekordhoch von 84 Dollar Ende Dezember zwischenzeitlich auf 70 Dollar zurück. Doch die grundsätzliche Nachfrage bleibt stark, getrieben durch Anwendungen in KI, Robotik und Energietechnologien.

Die Frage ist nun: Haben beide Edelmetalle noch Luft nach oben, oder steht eine Korrektur bevor? Angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen und der dovish-Tendenzen der Fed scheint die Reise vorerst weiterzugehen.

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