Gold: Gewinnzuwachs begeistert!
Der Goldpreis kämpft mit widersprüchlichen Kräften. Nach einem brutalen Ausverkauf um über 5 % auf 5.041 US-Dollar Anfang der Woche zieht das Edelmetall wieder an – getrieben von eskalierenden US-israelischen Angriffen auf iranische Ziele. Doch die erhoffte Safe-Haven-Rally bleibt gedämpft. Der Grund: Steigende Ölpreise schüren Inflationssorgen und rücken Zinssenkungen der Fed in weite Ferne.
Flucht in Liquidität statt Sicherheit
Die Marktreaktion auf den Iran-Konflikt verlief zunächst paradox. Während Brent-Öl um 13 % auf 82 US-Dollar je Barrel schoss – der höchste Stand seit über einem Jahr – gaben Gold und Silber massiv nach. "Der Rückgang bei Gold scheint durch eine Flucht in Liquidität getrieben zu sein", erklärt Bob Haberkorn von RJO Futures. Investoren griffen zu Cash, während Dollar und US-Anleiherenditen anzogen.
Die Sorge: Ein längerer Krieg könnte Energiepreise dauerhaft erhöhen. Das würde die Inflation neu entfachen und Zinssenkungen vom Tisch nehmen – Gift für das zinslose Metall. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte bereits die vierte Sitzung in Folge auf 4,11 %.
Geopolitik liefert nur temporären Rückenwind
Am Mittwoch stabilisierte sich Gold bei 5.166 US-Dollar, ein Plus von 1,6 %. Doch Analysten warnen vor überzogenen Erwartungen. "Konfliktbedingte Anstiege kommen und gehen", betont J.P. Morgan. Hamad Hussain von Capital Economics sieht eine Obergrenze: "Höhere Energiepreise könnten weitere Gewinne deckeln, wenn sie Zinserhöhungen wahrscheinlicher machen."
Die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinssenkung im März liegt laut CME Group bei mageren 4,4 %. 95,6 % der Marktteilnehmer erwarten unveränderte Zinsen. Diplomatische Signale aus dem Iran – ein angebliches Gesprächsangebot an die CIA, später dementiert – sorgen zusätzlich für Unsicherheit über die Konfliktdauer.
US-Arbeitsmarktdaten als Richtungsentscheid
Der US-Beschäftigungsbericht am Freitag wird zum Kurstreiber. Ökonomen erwarten 59.000 neue Jobs im Februar, deutlich weniger als die 130.000 im Januar. Ein schwächerer Arbeitsmarkt könnte Zinssenkungsfantasien neu beleben – und Gold Auftrieb geben. Der ADP-Bericht zeigte bereits gemischte Signale mit stärkerem Stellenaufbau, aber nach unten revidierten Vormonatsdaten.
Strukturell bleibt die Zentralbanknachfrage ein Stützpfeiler. J.P. Morgan erwartet für 2026 rund 755 Tonnen an Käufen – zwar weniger als die über 1.000 Tonnen der Vorjahre, aber immer noch doppelt so viel wie vor 2022. Trotz der jüngsten Volatilität liegt Gold seit Jahresanfang mit 23 % im Plus. Die Bank prognostiziert 6.300 US-Dollar bis Jahresende, sofern geopolitische Risiken weiter köcheln. Kurzfristig dürfte der NFP-Bericht die Richtung vorgeben.
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