Nach dem historisch schlechten März atmen Edelmetall-Investoren auf. Erste diplomatische Signale im Iran-Konflikt treiben die Märkte an und sorgen für eine spürbare Trendwende beim Edelmetall. Während die deutsche Branche eine deutlich anziehende Nachfrage registriert, heben US-Großbanken ihre Kursziele massiv an.

Noch im vergangenen Monat verzeichnete das Edelmetall mit einem Minus von fast 14 Prozent die schlechteste Performance seit 17 Jahren. Ein stark steigender Ölpreis schürte weltweit Inflationssorgen und ließ die Erwartungen an rasche Zinssenkungen schwinden. Thomas Weiß von der Fachvereinigung Edelmetalle ordnet diesen temporären Einbruch als fällige Korrektur ein. Inzwischen greifen insbesondere Zentralbanken aus Schwellenländern auf dem ermäßigten Preisniveau wieder verstärkt zu.

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Großbanken setzen auf neue Rekorde

Von der hohen Preisvolatilität der vergangenen Monate zeigen sich große Finanzinstitute unbeeindruckt. Wells Fargo hob das Jahresziel für die Feinunze drastisch von der ursprünglichen Spanne zwischen 4.500 und 4.700 US-Dollar auf nun 6.100 bis 6.300 US-Dollar an. Der Konsens der Analysten stützt sich dabei auf drei Hauptfaktoren: die physischen Käufe der Notenbanken, anhaltende politische Unsicherheiten und mögliche zukünftige Zinsschritte der US-Notenbank Fed.

Recycling als strategischer Puffer

Um sich gegen erneute Störungen in den globalen Lieferketten abzusichern, rückt in Deutschland das Thema Altgold in den Vordergrund. Die Edelmetallbranche plädiert für eine deutlich höhere Recyclingquote, insbesondere bei Elektrogeräten. Aktuell wird hier lediglich ein Drittel des Materials wiederverwertet. Zwar brachten Privatanleger angesichts der hohen Preise zuletzt wieder mehr Altschmuck und Münzen zum Ankauf, dieser Zufluss allein reicht jedoch nicht aus, um die industrielle Nachfrage zu decken.

Zinspolitik und Arbeitsmarkt im Fokus

Kurzfristig bleibt das makroökonomische Umfeld anspruchsvoll. Während Notenbanken wie die EZB und die Bank of Japan mögliche Zinserhöhungen zur Bekämpfung der energiegetriebenen Teuerung signalisieren, dämpfen steigende Anleiherenditen traditionell die Attraktivität des zinslosen Edelmetalls. Die entscheidenden Impulse für den weiteren Quartalsverlauf liefern in dieser Woche die anstehenden makroökonomischen Indikatoren. Konkret stehen die JOLTS-Zahlen für Februar sowie der offizielle US-Arbeitsmarktbericht auf der Agenda, welche das Zinsumfeld definieren und die Preisentwicklung auf dem aktuellen Niveau von rund 4.697 US-Dollar unmittelbar steuern werden.

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