Der Goldpreis hat nach einer kurzen Schwächephase neue Höchststände erreicht – und das in einem Umfeld, das auf den ersten Blick eher gegen das Edelmetall spricht. Ausschlaggebend sind die frischen US-Inflationsdaten und ein zunehmender politischer Druck auf die Federal Reserve. Wie stabil ist dieser Aufschwung?

US-Inflation stützt Gold – trotz festerer Renditen

Die heute veröffentlichten US-Verbraucherpreise für Dezember fielen exakt im Rahmen der Erwartungen aus. Im Jahresvergleich legten sie um 2,7 Prozent zu, auf Monatssicht um 0,3 Prozent. Der Preisdruck in der größten Volkswirtschaft der Welt bleibt damit stabil.

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Für den Goldmarkt ist das ein zentrales Signal:

  • Inflation im Rahmen der Prognosen: Kein erneuter Inflationsschub, aber auch kein abrupter Rückgang.
  • Zinserwartungen bleiben moderat: Eine stabile Teuerung verringert den Druck auf die Fed, die Zinsen weiter anzuheben.
  • Realzinsen im Blick: Bleiben die Leitzinsen unverändert, kann Gold seine Rolle als Wertaufbewahrungsmittel behaupten.

Trotz eines festeren US-Dollars und steigender Anleiherenditen kletterte der Goldpreis auf ein neues 52‑Wochen-Hoch von 4.607 US‑Dollar (Schlusskurs gestern). Mit aktuell 4.605,90 US‑Dollar liegt er nur minimal darunter und damit nahezu auf Rekordniveau. Auf Sicht von 30 Tagen ergibt sich ein Plus von gut 6 Prozent, seit Jahresbeginn rund 6 Prozent.

Die Distanz zum 50‑Tage-Durchschnitt von 4.321,65 US‑Dollar beträgt knapp 6,6 Prozent. Das unterstreicht die Stärke des jüngsten Aufwärtstrends, ohne dass der RSI von 57,7 bereits eine überkaufte Extremsituation signalisiert.

Politische Unsicherheit als zusätzlicher Treiber

Neben den Konjunkturdaten wirkt die politische Dimension um die US-Notenbank als weiterer Preistreiber. Fed-Chef Jerome Powell bestätigte, dass das US-Justizministerium die Notenbank vorgeladen hat. Diese Entwicklung nährt Zweifel an der politischen Ruhe rund um die Fed und rückt ihre Unabhängigkeit stärker in den Fokus.

Für viele Marktteilnehmer ist das ein Anlass, verstärkt auf als sicher geltende Anlagen auszuweichen. Gold profitiert von dieser Suche nach Stabilität, zumal im Tagesverlauf noch Reden mehrerer hochrangiger Fed-Vertreter – darunter Tom Barkin und Alberto Musalem – anstehen. Ihre Aussagen zur Geldpolitik könnten die aktuellen Erwartungen bestätigen oder infrage stellen und so neue Impulse liefern.

Die Kombination aus:

  • stabilen, erwartungskonformen Inflationszahlen,
  • wachsendem politischem Druck auf die Fed und
  • anstehenden öffentlichen Auftritten von Notenbankern

hat es dem Goldpreis ermöglicht, in eine neue Rekordzone vorzustoßen – und das entgegen den üblichen Gegenwinden durch einen stärkeren Dollar und höhere Renditen.

Fazit: Widerstandsfähiger Aufwärtstrend

Gold präsentiert sich derzeit bemerkenswert robust. Der nahezu unveränderte Abstand von nur 0,02 Prozent zum jüngsten 52‑Wochen-Hoch, die deutliche Entfernung zum 52‑Wochen-Tief von 3.941,30 US‑Dollar sowie der stabile RSI deuten auf einen intakten Aufwärtstrend hin. Solange die Inflation im Rahmen bleibt und die Unsicherheit rund um die Fed anhält, spricht vieles dafür, dass das Edelmetall seine starke Ausgangsposition im aktuellen Marktumfeld behaupten kann.

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