Gold: Aufbruchstimmung überall!
Goldanleger zeigen sich trotz geopolitischer Entspannung bemerkenswert nervenstark. Während moderatere Töne aus dem Weißen Haus die unmittelbare Krisenangst dämpfen, notiert das Edelmetall weiterhin direkt an seinen Höchstständen. Doch wie nachhaltig ist diese Stärke angesichts wieder aufflammender Inflationssorgen und gemischter Konjunkturdaten?
- Aktueller Kurs: 4.633,20 USD
- 52-Wochen-Hoch: 4.633,20 USD
- Performance seit Jahresanfang: +6,71 %
Geopolitik tritt in den Hintergrund
Auslöser für die leichte Beruhigung der Marktstimmung ist ein Strategiewechsel in Washington. US-Präsident Donald Trump schlug am Mittwochabend gegenüber dem Iran versöhnlichere Töne an, was die Furcht vor einer unmittelbaren militärischen Eskalation dämpfte. Damit sinkt kurzfristig der Druck, Kapital in „Safe-Haven“-Assets umzuschichten.
Gleichzeitig signalisierte Trump im Konflikt mit der US-Notenbank Entspannung. Er erklärte, aktuell keine Pläne zur Entlassung von Fed-Chef Jerome Powell zu haben, obwohl das Justizministerium prüft. Marktbeobachter werten dies als positives Signal für die Unabhängigkeit der Geldpolitik, auch wenn Trump sich spätere Entscheidungen offenließ.
Inflationsdaten als Störfeuer
Während die politischen Risiken pausieren, rücken fundamentale Wirtschaftsdaten in den Fokus. Die aktuellen US-Kennzahlen liefern Argumente für beide Marktrichtungen:
- Preisdruck: Die Erzeugerpreise (PPI) stiegen im November um 0,2 Prozent, die Jahresrate kletterte auf 3,0 Prozent und lag damit über den Prognosen.
- Konsum: Die Einzelhandelsumsätze legten um 0,6 Prozent zu und zeigten eine unerwartet robuste US-Wirtschaft.
Diese Daten deuten auf eine hartnäckige Inflation hin. Üblicherweise belastet dies den Goldpreis, da es das Szenario hoher Zinsen stützt. Dass Gold dennoch bei 4.633,20 USD und damit am 52-Wochen-Hoch notiert, unterstreicht die Stärke des Bullenmarktes. Investoren setzen ungeachtet der Datenpunkte fest auf zwei Zinssenkungen der Fed im Jahr 2026.
Charttechnik: Kampf an der Spitze
Analysten interpretieren die jüngsten Bewegungen als Konsolidierung auf hohem Niveau. Das technische Bild bleibt konstruktiv, solange wichtige Marken halten.
- Widerstand: Die Zone um das aktuelle Rekordhoch fungiert als Deckel. Ein nachhaltiger Ausbruch über 4.640/4.650 USD wäre das nächste Kaufsignal.
- Unterstützung: Sollte es zu Gewinnmitnahmen kommen, liegt eine wichtige Auffangzone im Bereich von 4.530 bis 4.550 USD.
Die grundlegenden Preistreiber – von der US-Staatsverschuldung bis zur unsicheren Geopolitik – sind lediglich in den Hintergrund getreten, nicht verschwunden. Für Anleger bleibt das Umfeld jedoch herausfordernd: Auf diesem historischen Preisniveau nimmt die Volatilität zu, und die Luft für weitere Anstiege wird dünner.
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