Future Fuels Aktie: Bohrfokus 2026
Future Fuels hat neue Daten zu seinem Uranprojekt Hornby vorgelegt – und bekommt an der Börse dennoch einen Dämpfer. Während das Explorationspotenzial mit mehreren frischen Zielen eher gewachsen ist, reagieren viele Anleger zurückhaltend. Im Zentrum steht die Frage: Reichen geophysikalische Daten aus, um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen, oder zählt ab jetzt nur noch der Bohrer?
Verhaltener Markt nach Update
Auslöser der jüngsten Bewegungen war das Update zur Bodengravimetrie 2025 im Hornby-Basin-Projekt in Nunavut. Die Gesellschaft meldete sechs priorisierte Schwereanomalien und damit eine deutliche Ausweitung ihrer Datengrundlage. Trotzdem fiel die unmittelbare Reaktion der Börse eher nüchtern aus.
Am deutschen Markt gab der Kurs bis zum Wochenende auf 0,50 Euro nach, was einem Tagesminus von gut 4 % entspricht. Damit liegt die Aktie zwar deutlich über dem 52‑Wochen-Tief, aber noch spürbar unter dem Hoch aus dem Herbst 2025.
Die detaillierten Survey-Ergebnisse zeigen:
- Sechs priorisierte Anomalien: Darunter „Grav_Anom_5“, die mit dem historischen Uran-System Mountain Lake zusammenfällt.
- Neues Bohrziel: Mit „Grav_Anom_6“ wurde ein weiterer Zielbereich identifiziert, den das Unternehmen als potenzielle Erweiterung des mineralisierten Systems einordnet.
- Datentiefe erhöht: Das Programm 2025 hat neue Messungen mit den Kampagnen von 2022 und 2024 zusammengeführt. Ergebnis ist ein hochauflösendes „Complete Bouguer Anomaly“-Raster mit 12,5-Meter-Auflösung.
Der Markt würdigt damit zwar die technische Weiterentwicklung, wartet aber offensichtlich auf Beweise in Form von Bohrmetern und Gehalten. Gravimetrie bleibt ein wichtiges Werkzeug zur Abbildung der Dichte-Strukturen im Untergrund – wirtschaftliche Vererzung kann sie jedoch nicht ersetzen, sondern nur eingrenzen.
Strategischer Rahmen und Sektorumfeld
Die Kurskorrektur wirkt umso auffälliger, als Future Fuels kurz zuvor einen formalen Schritt nach vorn gemacht hat: Am 7. Januar erfolgte der Wechsel an das OTCQX Best Market in den USA. Dieser Schritt soll die Sichtbarkeit und Liquidität bei US-Investoren erhöhen und erleichtert institutionellen Adressen den Zugang zur Aktie.
Parallel spielt das Branchenumfeld eine Rolle. Junior-Uranwerte zählen zu den volatilsten Segmenten im Rohstoffsektor. Stimmungen schwanken stark mit dem Spotpreis für Uran und der Einschätzung der Energiewende insgesamt. Als Bestandteil des Sprott Junior Uranium Miners ETF (URNJ) hängt die Kursentwicklung von Future Fuels teilweise auch an Mittelzu- und -abflüssen in diesem Themen-ETF.
Die jüngste Bewegung ähnelt einem klassischen „Sell-the-News“-Muster: Die Erwartung an das Update war hoch, die gelieferten Inhalte aber vor allem technischer Natur. Ohne direkte Aussagen zu Ressourcen, Reserven oder Bohrresultaten nehmen kurzfristig orientierte Anleger Gewinne mit oder reduzieren Engagements.
Technisch betrachtet liegt der Kurs mit etwa 6 % über dem 50‑Tage-Durchschnitt und fast 30 % über der 200‑Tage-Linie, bei einem RSI um 44. Das signalisiert eher eine neutrale bis leicht konsolidierende Verfassung nach der vorherigen Erholung.
Ausblick: Bohrprogramm rückt in den Vordergrund
Der Blick richtet sich nun klar auf das Explorationsprogramm 2026. Das Unternehmen plant ein Bohrvolumen von rund 10.000 Metern, wobei die aktuellen Gravimetrie-Daten die Auswahl und Priorisierung der Ziele maßgeblich bestimmen sollen.
Zu den nächsten konkreten Katalysatoren zählen:
- 3D-Inversionsmodellierung: Vertiefte Auswertung der Schwere-Daten zur präziseren Definition der Bohrziele.
- Genehmigungen: Fortschritte bei den erforderlichen Bewilligungen für die Bohrkampagne.
- Infrastruktur: Aufbau eines saisonalen Camps, um die intensivierten Feldarbeiten logistisch abzusichern.
Charttechnisch testet die Aktie derzeit Unterstützungszonen im Bereich des jüngsten Rücksetzers. Für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung dürften jedoch handfeste Signale aus dem Bohrprogramm entscheidend sein – etwa der Start der Kampagne, erste Bohrresultate oder eine weitere Bestätigung, dass die neu identifizierten Anomalien tatsächlich mit wirtschaftlich relevanter Uranmineralisierung verbunden sind.
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