FTSE 100: Starkes Zeichen
Der Iran-Krieg hatte die europäischen Börsen zum Wochenstart noch ordentlich durchgerüttelt – heute schlägt das Pendel zurück. Der FTSE 100 durchbricht die Verlustserie der vergangenen drei Handelstage und zieht deutlich ins Plus.
Auslöser ist ein doppelter Stimmungsschub: US-Präsident Trump stellte ein schnelles Ende des Krieges im Nahen Osten in Aussicht, woraufhin der Ölpreis spürbar nachgab. Das nahm den Inflationssorgen zumindest vorübergehend etwas von ihrer Schärfe – und die Anleger griffen wieder zu.
Banken und Miner führen die Erholung an
Der britische Leitindex kletterte auf rund 10.420 Punkte – ein Plus von knapp 1,5 Prozent gegenüber dem gestrigen Schluss bei 10.249 Punkten. Montag hatte der Index noch auf den tiefsten Stand seit Ende November nachgegeben, belastet von einem kurzzeitigen Brent-Ölpreis-Sprung auf fast 120 Dollar je Barrel.
Heute dreht das Bild: Bankwerte wie Barclays (+4,75 Prozent), Standard Chartered (+4 Prozent) und Lloyds (+3,75 Prozent) gehören zu den stärksten Gewinnern. Auch die Minenwerte erholen sich kräftig – Anglo American, Fresnillo und Antofagasta legen zwischen 4 und 5 Prozent zu. In der Luftfahrt steigt IAG um über 5 Prozent, Easyjet um rund 2,7 Prozent.
Marktbeobachter weisen darauf hin, dass hinter der Erholung vor allem Short-Eindeckungen und selektive Käufe stecken – von einer nachhaltigen Trendwende ist man noch weit entfernt. Solange sich die Lage im Nahen Osten jederzeit wieder verschlechtern kann, bleibt die Stimmung fragil.
Energiewerte bleiben das Schlusslicht
Klar auf der Verliererseite stehen heute die Ölkonzerne. BP büßt rund 2,7 Prozent ein, Shell verliert 1,5 Prozent – beide leiden unter dem fallenden Rohölpreis, der sich nach dem Montags-Ausreißer wieder deutlich unter 100 Dollar je Barrel eingependelt hat.
Einen positiven Einzelakzent setzt Persimmon: Der britische Wohnungsbauer legte starke Jahresergebnisse vor und schlägt mit einem Plus von knapp 7 Prozent nahezu alle anderen Titel im Index. Auch die Einzelhandelsdaten trüben die Stimmung kaum – obwohl die britischen Detailhandelsumsätze im Februar laut Branchenverband nur um 0,7 Prozent stiegen und damit weit hinter den erwarteten 2,4 Prozent zurückblieben.
Der Erholungstag ist ein willkommenes Durchatmen nach einer turbulenten Wocheneröffnung. Ob er mehr als eine technische Gegenbewegung ist, hängt wesentlich davon ab, wie sich die geopolitische Lage in den kommenden Tagen entwickelt.
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