Für den KI-Infrastrukturentwickler Fermi Inc. rückt der 30. März 2026 als entscheidender Wendepunkt näher. Während das Unternehmen an diesem Tag seine Ergebnisse für das vierte Quartal vorlegt, endet gleichzeitig die Haltefrist für Millionen von Aktien aus dem Börsengang. Marktbeobachter blicken gespannt darauf, ob die ambitionierten Pläne für das „Project Matador“ den anhaltenden Verkaufsdruck abfedern können.

Vertrauensverlust und juristische Hürden

Die Fermi-Aktie markierte heute mit einem Kurs von 5,38 € ein neues 52-Wochen-Tief. Damit hat das Papier seit seinem Höchststand im Oktober 2025 fast 80 % an Wert verloren. Dieser massive Rückgang spiegelt die tiefe Verunsicherung der Anleger wider, die vor allem durch laufende Sammelklagen wegen mutmaßlichen Wertpapierbetrugs genährt wird.

Hintergrund der juristischen Auseinandersetzungen ist die Stornierung eines 150-Millionen-Dollar-Vertrags für das Flaggschiff-Projekt „Matador“ im Dezember 2025. Den Klägern zufolge soll Fermi die Abhängigkeit von diesem einzelnen Großmieter heruntergespielt und die tatsächliche Nachfrage nach den geplanten Rechenzentrumskapazitäten zu optimistisch dargestellt haben. Da sich das Unternehmen noch in der Vor-Umsatz-Phase befindet, wiegen solche Vorwürfe besonders schwer, da die Finanzierung künftiger Bauphasen gefährdet sein könnte.

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Belastungsprobe am 30. März

Am kommenden Montag steht Fermi vor einer doppelten Herausforderung. Der Quartalsbericht muss belegen, dass das 11-Gigawatt-Energieprojekt in Texas trotz der Rückschläge vorankommt. Das Vorhaben, ein privates Stromnetz aus Erdgas, Kernkraft und erneuerbaren Energien für KI-Großrechner aufzubauen, ist kapitalintensiv und erfordert kontinuierliches Vertrauen der Geldgeber.

Erschwerend kommt das Ende der sogenannten Lock-up-Frist hinzu. Seit dem Börsengang im Oktober waren 32,5 Millionen Aktien für Insider und Großaktionäre gesperrt. Mit dem Ablauf dieser Frist am Montag könnten diese Anteilseigner ihre Positionen verkaufen. Angesichts des aktuellen Kursniveaus, das weit unter dem Emissionspreis von 21,00 USD liegt, befürchten Marktteilnehmer ein zusätzliches Überangebot an Aktien, das den Kurs weiter belasten könnte.

Institutionelles Interesse als Gegengewicht

Trotz der operativen und rechtlichen Risiken gibt es Signale, die für ein langfristiges Potenzial sprechen könnten. Im vierten Quartal 2025 haben namhafte Institutionen wie Balyasny Asset Management und Millennium Management neue Positionen in Fermi aufgebaut. Diese Investoren setzen offenbar darauf, dass die technologische Vision eines autarken Energienetzes für Hyperscaler trotz der aktuellen Turbulenzen tragfähig bleibt.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob Fermi die Vorwürfe mangelnder Transparenz durch konkrete Fortschritte beim Projekt Matador entkräften kann. Besonders die Liquiditätslage und neue Details zur Mieterstruktur werden darüber entscheiden, ob sich die Aktie auf dem aktuellen Niveau stabilisieren kann oder ob das Ende der Haltefrist eine neue Verkaufswelle auslöst.

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