Die Mehrheitsbeteiligung an der Critical Metals Corp zahlt sich für European Lithium zunehmend aus: Der offizielle Baubeginn der Tanbreez-Pilotanlage in Grönland sorgte gestern an der Nasdaq für einen Kurssprung von 16 Prozent bei der Tochtergesellschaft. Für Anleger des australischen Mutterkonzerns stellt sich nun die Frage: Kann diese operative Entwicklung endlich die massive Bewertungslücke zwischen der Beteiligung und der eigenen Marktkapitalisierung schließen?

Bauarbeiten in der Arktis beginnen

Critical Metals Corp (CRML) hat den Bau einer spezialisierten Speicher- und Pilotanlage in Qaqortoq, Grönland, formell genehmigt und gestartet. Die Umsetzung erfolgt über einen schlüsselfertigen Vertrag ("Turnkey Contract") mit dem Partner 60° North Greenland, der sämtliche Schritte von der Logistik bis zur Inbetriebnahme abdeckt. Die Anlage mit einer Grundfläche von 80 mal 20 Metern ist speziell für die harschen arktischen Bedingungen konzipiert.

CEO Tony Sage bezeichnete den Schritt als strukturierten Weg, um die notwendige Infrastruktur in diesem herausfordernden Umfeld bereitzustellen. Der Zeitplan ist straff: Bereits im Mai 2026 soll der Pilot-Bereich betriebsbereit sein. Parallel dazu wurde eine Wohnimmobilie vor Ort erworben, die als operative Basis dient.

Bewertung und Marktreaktion

Die Börse reagierte prompt auf den Fortschritt. Die Aktien von Critical Metals kletterten im New Yorker Handel auf 13,73 US-Dollar, den höchsten Stand seit zwei Monaten. Das Unternehmen wird damit aktuell mit rund 1,5 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Tanbreez-Projekt gilt als eines der weltweit größten Vorkommen für Seltenerdelemente mit Ressourcen von mindestens 45 Millionen Tonnen. Eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung taxierte den Nettobarwert (NPV) des Projekts auf rund 3 Milliarden US-Dollar.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei European Lithium?

Für European Lithium ist diese Entwicklung von zentraler Bedeutung. Der Wert des gehaltenen Aktienpakets an Critical Metals übersteigt weiterhin deutlich die eigene Börsenbewertung des Mutterkonzerns.

Rückenwind durch den Sektor

Zusätzlich zur Projektentwicklung profitiert das Umfeld von einer Erholung im breiteren Batteriemetall-Markt. Die Preise für Lithiumkarbonat in Europa stiegen im Dezember 2025 um rund 10 Prozent, getrieben durch eine anziehende Nachfrage aus dem Elektroauto-Sektor. Auch in China zogen die Futures heute auf ein 19-Monats-Hoch von 138.500 CNY pro Tonne an. Auch wenn Tanbreez primär auf Seltene Erden fokussiert ist, stützt die positive Stimmung im Sektor die Gesamtposition von European Lithium.

Finanziell verschaffte sich European Lithium bereits im Oktober 2025 Luft, als durch den Verkauf eines Teils der CRML-Aktien Bruttoerlöse von 50 Millionen US-Dollar (ca. 76 Mio. AUD) generiert wurden. Diese Mittel sichern die weitere Projektentwicklung ab.

Der operative Fokus liegt nun auf dem laufenden Quartal. Das Management plant, bis Ende März 2026 die verbleibenden Abnahmeverträge für das Tanbreez-Konzentrat zu finalisieren; für 75 Prozent der Produktion bestehen bereits Vereinbarungen, unter anderem mit einem rumänischen Staatsunternehmen. Die Einhaltung des Inbetriebnahmetermins im Mai wird der nächste entscheidende Gradmesser für die Exekutionsfähigkeit des Managements sein.

European Lithium-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue European Lithium-Analyse vom 08. Januar liefert die Antwort:

Die neusten European Lithium-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für European Lithium-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

European Lithium: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...