European Lithium hat einen Teil seiner Beteiligung an Critical Metals Corp (CRML) veräußert und damit einen deutlichen Liquiditätsschub erzielt. Die Barreserven steigen damit auf über 300 Millionen Australische Dollar, während die verbliebene CRML-Position weiter Milliardenpotenzial bietet. Wie wirkt sich dieser Schritt auf die Finanzstruktur und den strategischen Spielraum des Unternehmens aus?

Verkauf bringt 124 Millionen A$

European Lithium meldete heute den Abschluss eines größeren Aktienverkaufs in Critical Metals Corp an der Nasdaq. Über BMO Capital Markets, das in der Transaktion als Market Maker unter den Affiliate-Regeln von Rule 144 agierte, wurden 5 Millionen CRML-Stammaktien verkauft.

Wesentliche Eckpunkte:

  • Nettoerlös aus dem Verkauf: rund 124 Mio. A$
  • Neue Barmittel gesamt: rund 322 Mio. A$
  • Ausstehende Aktien European Lithium: ca. 1,72 Mrd. Stück

Nach dem Deal hält European Lithium noch 48.036.338 CRML-Aktien. Auf Basis des CRML-Schlusskurses von 17,17 US-Dollar je Aktie von gestern ergibt sich für dieses Paket ein Wert von rund 824,8 Mio. US-Dollar bzw. etwa 1,23 Mrd. A$, wobei der tatsächliche Wert mit dem CRML-Kurs schwankt.

Die Aktie von European Lithium legte in der jüngsten Sitzung an der ASX um 9,26 % zu und schloss bei 0,295 A$. Auf Zwölfmonatssicht steht ein Kursplus von 273,42 %, deutlich über dem S&P/ASX 200.

Bilanz deutlich gestärkt

Der Mittelzufluss von 124 Mio. A$ verändert die Bilanzstruktur spürbar. Mit nun 322 Mio. A$ an liquiden Mitteln und einer verbleibenden CRML-Beteiligung im Wert von über 1,2 Mrd. A$ verfügt European Lithium über erheblichen finanziellen Spielraum.

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Executive Chairman Tony Sage bezeichnete die Transaktion als weiteren Beleg für den Erfolg des Engagements im Tanbreez-Projekt. Den Erlös sieht er als Beitrag zur weiteren Stärkung der Bilanz. Laut Sage soll das Kapital genutzt werden, um die Kernprojekte voranzutreiben, neue Chancen zu prüfen oder Kapital an die Aktionäre zurückzugeben.

Trotz des Teilverkaufs bleibt die Position in CRML substanziell. Die gut 48 Mio. Aktien sichern European Lithium eine hohe Beteiligung an dem Nasdaq-Unternehmen, das das Tanbreez Rare Earths Project in Grönland und das Wolfsberg Lithium Project in Österreich betreibt.

Wichtige Projektfortschritte bei CRML

Saudi-Arabien-Joint-Venture für Tanbreez

Critical Metals hatte Mitte Januar eine nicht bindende Term Sheet-Vereinbarung für ein 50/50-Joint-Venture mit der saudischen Tariq Abdel Hadi Abdullah Al-Qahtani & Brothers Company (TQB) bekannt gegeben. Das Joint Venture sichert die vollständige Abnahme des Tanbreez-Konzentrats ab.

Saudi-Arabien übernimmt dabei die letzten 25 % der Produktion zu langfristig vereinbarten kommerziellen Konditionen. Damit ist die geplante Produktion des Projekts vertraglich vollständig unterlegt.

Bohrergebnisse aus Tanbreez

European Lithium veröffentlichte zudem erste Analyseergebnisse aus dem Diamantbohrprogramm 2025 im Tanbreez Rare Earths Project im Süden Grönlands. Die Daten zeigen konsistente Gehalte an Gesamt-Seltenen-Erden-Oxiden plus Yttrium (TREO+Y) über breite Intervalle.

Die Resultate stützen die Einschätzung, dass es sich um ein großvolumiges Vorkommen mit Mehrfachrohstoff-Potenzial handelt.

Ausblick: Mehr Optionen dank starker Kasse

Mit der gestärkten Liquidität und der wertvollen CRML-Beteiligung verfügt European Lithium über mehrere strategische Handlungsoptionen. Das Unternehmen hat angekündigt, die Mittel primär zur Weiterentwicklung der Kernprojekte, zur Prüfung zusätzlicher Projekte sowie gegebenenfalls für Kapitalrückführungen an die Aktionäre einsetzen zu wollen.

Hinzu kommt eine direkte Beteiligung von 7,5 % am Tanbreez-Seltenen-Erden-Projekt, die zusammen mit der großen CRML-Position eine breite Teilhabe an den weiteren Entwicklungen in Tanbreez und im Wolfsberg-Lithiumprojekt ermöglicht. Das nächste konkrete Update steht bereits fest: Der Quartalsbericht zur operativen Entwicklung soll am 29. Januar 2026 vorgelegt werden und dürfte erste Hinweise zur weiteren Kapitalallokation liefern.

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