European Lithium stärkt seine Bilanz mit einem großen Anteilsverkauf an Critical Metals Corp und sichert sich damit eine komfortable Liquiditätsposition. Parallel hellt sich das Umfeld im Lithiumsektor spürbar auf. Für das Papier rückt damit eine Frage in den Vordergrund: Wie nutzt das Unternehmen den neuen finanziellen Spielraum?

  • Verkauf von 5 Mio. Critical-Metals-Aktien
  • Bruttoerlös rund 124 Mio. AUD
  • Gesamtliquidität steigt auf etwa 322 Mio. AUD
  • Aktie seit Jahresbeginn rund 68 % im Plus

Starke Liquidität, verhaltener Kurs

Am 21. Januar meldete European Lithium den Verkauf von 5 Millionen Aktien von Critical Metals Corp (CRML). Die Transaktion brachte rund 124 Mio. AUD an Barmitteln ein und erhöhte die liquiden Mittel des Unternehmens auf etwa 322 Mio. AUD.

Für ein Entwicklungsunternehmen im Rohstoffbereich ist das ein wesentlicher Schritt: Weitere kurzfristige, verwässernde Kapitalerhöhungen werden damit deutlich weniger dringlich. Das Risiko aus Finanzierungssicht nimmt spürbar ab.

An der Börse fiel die Reaktion je nach Handelsplatz unterschiedlich aus. In Frankfurt bewegte sich der Kurs am Mittwoch kaum und notierte um 0,154 Euro (+0,33 %). Auf der Heimatbörse ASX legte die Aktie dagegen um 4,31 % auf 0,278 AUD zu. Auch auf der deutschen Tradegate-Plattform zeigte sich der Titel am 21. Januar mit 0,155 Euro (+0,32 %) stabil.

Auf der Analystenseite hatte First Berlin Equity Research die Aktie zuletzt mit „Buy“ und einem Kursziel von 0,22 Euro eingestuft. Das Researchhaus betont damit den Abstand zwischen der aktuellen Notiz und seinem geschätzten fundamentalen Wert.

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Sektor erholt sich, Umfeld dreht

Die Liquiditätsmaßnahme fällt in eine Phase, in der sich der Lithiumsektor wieder belebt. Marktdaten vom 22. Januar zeigen: Der Preis für Lithiumcarbonat in China ist auf ein Zweijahreshoch gestiegen. Mit 164.500 CNY pro Tonne ergibt sich ein Tagesplus von 3,79 % und ein Anstieg von über 66 % auf Monatssicht.

Getrieben wird diese Entwicklung vor allem durch Angebotsengpässe – unter anderem infolge aufgehobener oder nicht verlängerter Abbaulizenzen in der Provinz Jiangxi – sowie durch anhaltend hohe Nachfrage aus der Batterieindustrie.

European Lithium nutzt dieses Umfeld, indem ein Teil der Beteiligung an Critical Metals Corp in Liquidität umgewandelt wird. Das Unternehmen reduziert damit die Abhängigkeit von Marktvolatilität bei der Beteiligung und sichert gleichzeitig die Finanzierung für das Wolfsberg-Lithiumprojekt in Österreich ab. Im aktuellen Zinsumfeld ist das ein Vorteil gegenüber Wettbewerbern, die stärker auf frisches Eigen- oder Fremdkapital angewiesen sind.

Parallel dazu nimmt die Aktivität im Bereich kritischer Rohstoffe zu. Ein Beispiel ist das Übernahmeangebot über 447 Mio. AUD von Energy Fuels für Australian Strategic Materials. Solche Transaktionen unterstreichen den Konsolidierungsdruck in der Lieferkette – und heben die Bedeutung gut kapitalisierter Akteure hervor.

Technisches Bild und Ausblick

Fundamental und charttechnisch steht European Lithium Ende Januar deutlich anders da als noch vor einem Jahr. Bei einem Börsenwert von rund 264 bis 300 Mio. Euro (je nach Handelsplatz) ist ein großer Teil der Marktkapitalisierung mittlerweile durch liquide Mittel hinterlegt.

Der Schwerpunkt der Mittelverwendung liegt weiterhin auf dem Wolfsberg-Projekt, das perspektivisch die europäische Batterielieferkette beliefern soll. An der Börse hat der Kurs darauf bereits reagiert: Seit Jahresbeginn liegt die Aktie etwa 68 % im Plus und hat sich deutlich von ihrem 52-Wochen-Tief bei 0,020 Euro nach oben abgesetzt.

Aus technischer Sicht gilt der Bereich von 0,16 bis 0,17 Euro als zentrale Widerstandszone. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch über diese Spanne, wäre das ein Signal, dass der Markt die neue, deutlich stärkere Kassenposition zunehmend in der Bewertung berücksichtigt.

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