Die Bewertung von European Lithium hängt derzeit stark an der US-notierten Critical Metals Corp (CRML). Deren Aktie geriet gestern deutlich unter Druck und schloss bei 15,60 US‑Dollar, ein Tagesverlust von 9,14 %. Damit hat sich der Marktwert des Vehikels eingetrübt, über das das Wolfsberg-Lithiumprojekt gehalten wird.

Gleichzeitig überlagert eine sehr starke Entwicklung am Lithiummarkt diese Korrektur. Die Frage ist: Wie lange kann sich die Diskrepanz zwischen steigenden Rohstoffpreisen und der schwächeren Notierung von Critical Metals halten?

Kursrückgang bei Critical Metals

Critical Metals hält das Wolfsberg-Projekt, das zentral für den Wert von European Lithium ist. Die deutliche Korrektur der US-Aktie fällt in eine Phase, in der das Unternehmen mehrere strategische Schritte meldet.

Wesentliche Punkte:

  • Abschluss von vier unverbindlichen Term Sheets
  • Ankündigung eines möglichen 50/50‑Joint Ventures mit einem saudischen Industriekonzern
  • Geplantes Rare-Earth-Verarbeitungswerk mit einem potenziellen Projektvolumen von bis zu 1,5 Mrd. US‑Dollar

Trotz dieser Nachrichten bewertet der Markt vorerst vor allem die Umsetzungsrisiken. Die Vereinbarungen haben bislang keinen positiven Impuls für die US-Aktie ausgelöst.

Lithiummarkt im Aufschwung

Parallel zur Schwäche bei Critical Metals zeigt sich das Umfeld für Lithium deutlich positiver. Lithiumcarbonat verzeichnet einen markanten Aufwärtstrend.

Relevante Marktdaten von gestern (Futures China):

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  • Preisniveau: 158.500 CNY je Tonne
  • Tagesperformance: +3,93 %
  • Ein-Monats-Performance: +60,10 %
  • Jahresveränderung: +103,60 %

Damit haben sich die Preise im Jahresvergleich mehr als verdoppelt und zuletzt die Marke von 150.000 CNY durchbrochen.

Treiber der Sektorrally

Der Anstieg der Lithiumpreise basiert auf konkreten Angebots- und Nachfragesignalen:

  1. Angebotsseite:
    In der chinesischen Provinz Jiangxi wurden 27 Bergbau-Lizenzen widerrufen. Dadurch fällt Angebot aus dem Markt, was den Preis nach oben stützt.

  2. E-Mobilität und Speicher:
    China plant, die Ladeinfrastruktur bis 2027 auf über 300 Millionen Kilowatt (300 GWh) auszubauen, ausgelegt auf mehr als 80 Millionen Elektrofahrzeuge. Parallel dazu soll die Batterie-Energiespeicherkapazität auf 180 GW steigen. Beides erhöht strukturell den Bedarf an Lithium.

  3. Strategische Rohstoffpolitik:
    Die USA bereiten ein Gesetz für einen staatlichen Vorrat an kritischen Metallen vor. Geplant ist ein Bestand im Umfang von 2,5 Mrd. US‑Dollar, was die Bedeutung von Lithium und verwandten Rohstoffen unterstreicht.

  4. Exportbedingungen in China:
    Ab April sollen Exportvergünstigungen für Batteriemanufacturer in China reduziert werden. Dies führt bereits jetzt zu Preisänderungen auf den Weltmärkten.

Gegenläufige Signale für European Lithium

Für European Lithium ergibt sich derzeit ein zweigeteiltes Bild: Die Branchendaten senden so starke Signale wie seit über einem Jahr nicht mehr. Lithiumcarbonat erreicht neue Hochs und übertrifft klar die Marke von 150.000 CNY je Tonne.

Gleichzeitig wird der Wert des wichtigsten Projekts, vermittelt über die Beteiligung an Critical Metals, durch den Rückgang der US-Aktie belastet. Mit dem Minus von 9,14 % auf 15,60 US‑Dollar hat sich die unmittelbare Marktbewertung des Wolfsberg-Projekts abgeschwächt.

Kurzfristig hängt viel davon ab, ob die derzeit nur unverbindlichen Term Sheets bei Critical Metals in verbindliche Verträge überführt werden und damit das Sentiment gegenüber der US-Gesellschaft und indirekt auch European Lithium stabilisieren können.

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