European Lithium Aktie: Fokus schärfer
European Lithium sorgt am Wochenende mit zwei klaren Signalen für Gesprächsstoff: Fortschritte beim strategisch wichtigen Tanbreez-Projekt in Grönland und der Ausstieg als Großaktionär bei Cyclone Metals. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob der Markt den Wert der Beteiligungen bislang unterschätzt.
Pilotanlage in Grönland startet
Der wichtigste Impuls für Aktionäre kommt von der Beteiligung Critical Metals Corp (CRML). Das Unternehmen hat mit dem Bau der Pilotanlage für das Tanbreez-Projekt in Grönland begonnen. Die Fertigstellung ist für Mai 2026 geplant.
Die Anlage soll die geplanten Aufbereitungsverfahren für Tanbreez im kleineren Maßstab erproben und damit zentrale technische Annahmen überprüfen. Tanbreez gilt als eines der größten bekannten Vorkommen seltener Erden weltweit.
Für European Lithium ist dieser Schritt finanziell bedeutend. Das Unternehmen hält eine substanzielle Beteiligung an Critical Metals Corp. Laut Marktberichten vom 8. Januar wird der Anteil European Lithiums an dem Projekt mit rund 714 Mio. US‑Dollar bzw. 1,07 Mrd. australischen Dollar bewertet. Dem steht eine eigene Börsenbewertung von etwa 340 Mio. australischen Dollar gegenüber, gemessen am Schlusskurs vom Freitag.
Bewertungsdifferenz rückt in den Fokus
Diese Diskrepanz zwischen Beteiligungswert und Marktkapitalisierung unterstreicht den Bewertungsabschlag, den der Markt derzeit offenbar auf die Aktie legt. Beobachter sprechen in diesem Zusammenhang von einem typischen „Konglomeratsabschlag“ oder von Skepsis, ob der volle Wert der Beteiligungen tatsächlich gehoben werden kann.
Historisch lag der Fokus European Lithiums auf dem Lithiumprojekt Wolfsberg in Österreich. Mit dem Engagement als Großaktionär bei Critical Metals Corp hat sich die Gesellschaft jedoch zusätzlich stark an Tanbreez in Grönland ausgerichtet und damit den Zugang zu einem großvolumigen Rohstoffprojekt erweitert.
Ausstieg als Großaktionär bei Cyclone Metals
Parallel dazu hat European Lithium seine Position in Cyclone Metals (ASX:CLE) deutlich reduziert. Laut heute veröffentlichten Meldungen wurden zwischen dem 5. Dezember 2025 und dem 2. Januar 2026 insgesamt 6,7 Mio. Cyclone-Metals-Aktien veräußert.
Aus den Verkäufen flossen rund 363.000 australische Dollar zu. Durch diese Transaktion ist European Lithium unter die Schwelle eines wesentlichen Anteilseigners gefallen. Das deutet auf eine Straffung des Portfolios hin, mit stärkerer Konzentration auf höher gewichtete Kernbeteiligungen wie Tanbreez über Critical Metals Corp.
Ausblick: Umsetzung als nächster Prüfstein
In den kommenden Monaten dürfte der Baufortschritt der Pilotanlage in Grönland im Mittelpunkt stehen. Die Umsetzung unter arktischen Bedingungen und das Einhalten des angepeilten Termins im Mai 2026 bilden den nächsten operativen Meilenstein. Verzögerungen oder Kostenüberschreitungen könnten die Stimmung bremsen, ein planmäßiger Verlauf würde dagegen die technische Machbarkeit untermauern.
Die Aktie schloss am Freitag bei 0,235 australischen Dollar, ein Minus von 2,08 % zum Vortag. Mit den am Wochenende veröffentlichten Neuigkeiten rückt nun vor allem die Frage in den Vordergrund, ob die deutliche Lücke zwischen dem bilanzierten Beteiligungswert am Tanbreez-Projekt und der Börsenbewertung von European Lithium in der neuen Handelswoche zumindest teilweise kleiner wird.
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