Ethereum: Warnsignale verdichten sich
Ethereum steht unter erheblichem Druck. Während der Kurs unter die psychologisch wichtige Marke von 3.000 US-Dollar gerutscht ist, ziehen Investoren massiv Kapital aus den ETFs ab. Gleichzeitig warnen Großbanken davor, dass die jüngsten Rekorde bei der Netzwerkaktivität weniger auf echtem Wachstum als auf Betrugsversuchen basieren könnten.
Institutionelle auf dem Rückzug
Die Stimmung an den Märkten hat sich spürbar eingetrübt. Nach dem jüngsten Kursrutsch auf aktuell rund 2.936 US-Dollar verzeichneten die US-Spot-ETFs massive Abflüsse. Allein am Dienstag zogen Anleger fast 240 Millionen US-Dollar ab, wobei der iShares Ethereum Trust von BlackRock den größten Aderlass hinnehmen musste. Marktbeobachter führen diese Zurückhaltung auf die anhaltende geopolitische Unsicherheit und makroökonomische Risiken zurück, die Investoren dazu veranlassen, ihre Portfolios zu bereinigen.
Zweifel an der Netzwerk-Qualität
Noch schwerer wiegt die Kritik etablierter Wall-Street-Adressen an den Fundamentaldaten. Analysten der Citibank äußerten den Verdacht, dass der jüngste Anstieg der täglichen Transaktionen und aktiven Adressen ein verzerrtes Bild liefert. Ein Großteil dieser Aktivitäten entfalle auf Transaktionen im Wert von unter einem Dollar.
Die Experten werten dies nicht als gesunde Adoption, sondern bringen es mit sogenannten „Address Poisoning“-Kampagnen in Verbindung – einer Betrugsmasche, bei der Nutzer durch manipulierte Wallet-Adressen getäuscht werden sollen. Auch JPMorgan zeigte sich skeptisch und hinterfragte, ob der Aufschwung nach dem letzten Netzwerk-Upgrade angesichts der starken Konkurrenz durch Layer-2-Lösungen nachhaltig ist.
Die langfristige Wette
Trotz des Gegenwinds gibt es auch stützende Faktoren. BlackRock hält in einem aktuellen Bericht an seiner langfristigen These fest: Ethereum fungiere als unverzichtbare Infrastruktur für die Tokenisierung von Vermögenswerten („Real World Assets“). Da bereits 65 Prozent aller tokenisierten Werte auf der Blockchain laufen, sieht der Vermögensverwalter hier einen strukturellen Wettbewerbsvorteil.
Zudem zeigen On-Chain-Daten, dass langfristige Investoren ("Hodler") die Kursschwäche von über 12 Prozent in den letzten sieben Tagen offenbar zum Einstieg nutzen. Diese Gruppe ist von Netto-Verkäufen wieder zur Akkumulation übergegangen, was auf ein intaktes Vertrauen in die langfristige Technologie hindeutet.
Fazit
Die zweitgrößte Kryptowährung befindet sich in einer kritischen Phase. Während technische Faktoren und institutionelle Abflüsse kurzfristig für weitere Belastung sorgen könnten, bleibt das Argument der Infrastruktur-Dominanz für Langzeitanleger relevant. Entscheidend wird nun sein, ob die Unterstützung im Bereich von 2.800 US-Dollar hält oder ob die Skepsis der Banken weitere Verkäufe auslöst.
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