Ethereum steht unter Druck. Die zweitgrößte Kryptowährung verlor binnen 24 Stunden rund 4 Prozent und notiert aktuell bei 3.180 US-Dollar. Auslöser sind neue Spannungen im Handelsstreit zwischen den USA und der EU – verstärkt durch dünne Liquidität am US-Feiertag. Doch während der Preis wackelt, erreicht das Netzwerk historische Höchststände bei Nutzung und Effizienz.

Liquidationswelle trifft Long-Positionen hart

Die jüngste Volatilität löste eine massive Liquidationswelle aus. Über 864 Millionen US-Dollar an Positionen wurden innerhalb eines Tages aufgelöst – Ethereum-Positionen machten davon etwa 153 Millionen US-Dollar aus, Bitcoin kam auf 229 Millionen US-Dollar. Fast 90 Prozent der Verluste trafen Long-Positionen.

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Technisch betrachtet testet ETH derzeit kritische Unterstützungszonen. Marktbeobachter sehen die Spanne zwischen 3.085 und 3.100 US-Dollar als entscheidend an. Ein Bruch könnte eine tiefere Korrektur einleiten. Interessant: Trotz Kursschwäche bleibt die Validator-Warteschlange gefüllt – ein Zeichen für anhaltendes institutionelles Interesse.

Netzwerk auf Allzeithoch – Gebühren im Keller

Während der Preis strauchelt, läuft das Ethereum-Netzwerk auf Hochtouren. Am 17. Januar verarbeitete die Blockchain 2,6 Millionen Transaktionen – doppelt so viele wie vor einem Jahr. Die durchschnittlichen Transaktionskosten? Gerade einmal 0,01 US-Dollar. Damit ist Ethereum erstmals günstiger als viele Konkurrenten.

Die Effizienzgewinne gehen auf zwei jüngste Upgrades zurück: Das "Fusaka"-Update Anfang Dezember 2025 und die "Blob Parameter-Only"-Fork vom 7. Januar 2026. Beide Maßnahmen erhöhten das Blob-Limit auf 21 und das Block-Gas-Limit auf 60 Millionen – was Engpässe und Kosten für Layer-2-Lösungen deutlich reduzierte.

Die aktiven Adressen stiegen auf 110.000 bis 160.000 täglich auf der Hauptkette, Millionen weitere sind auf Layer-2-Rollups unterwegs. Stablecoins machen inzwischen 35 bis 40 Prozent aller Netzwerk-Transaktionen aus.

Buterin fordert "Entrümpelung" des Protokolls

Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin setzte am 18. Januar einen weiteren Akzent. In einem öffentlichen Aufruf forderte er eine "Garbage Collection"-Phase für das Protokoll. Ziel: Überflüssigen Code entfernen, um die Dezentralisierung zu sichern und das Netzwerk auch ohne Kernentwickler lauffähig zu halten.

Buterins Plan umfasst drei Punkte: Reduzierung der Codezeilen, Entfernung veralteter Funktionen und Verringerung kryptografischer Abhängigkeiten. Die Vereinfachung soll verhindern, dass nur noch wenige Experten den vollen Code verstehen.

Standard Chartered bleibt optimistisch

Trotz kurzfristiger Turbulenzen hält die Investmentbank Standard Chartered an ihrer Prognose fest: 2026 sei das "Jahr von Ethereum", mit einem Kursziel von 7.500 US-Dollar bis Jahresende. Die Analysten verweisen auf die wachsende Bedeutung von Stablecoins und die gestiegene Netzwerkaktivität.

Am 19. Januar gab die Ethereum Foundation zudem die Gewinner des x402-Hackathons bekannt. Siegerprojekte wie Superfluids x402-sf (Abo-Infrastruktur) und Cheddr Payment Channels (Mikrozahlungen) nutzen die niedrigen Gebühren für Transaktionsmodelle, die bisher unwirtschaftlich waren.

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