Ethereum: Vielversprechende Prognosen!
Ethereum startet mit Rückenwind ins Jahr 2026. Mehr Nutzer, mehr Transaktionen, ein klarer technischer Fahrplan – und gleichzeitig ein Stau beim Staking in Milliardenhöhe. Entscheidend wird nun, ob die wachsende On-Chain-Aktivität den Kurs nachhaltig trägt oder vor allem Erwartungen schürt, die erst noch eingelöst werden müssen.
Kursbild: Erholung mit Luft nach oben
Ethereum notiert aktuell bei rund 3.318 US‑Dollar und hat sich seit Jahresbeginn deutlich von der 3.000‑Dollar-Marke nach oben abgesetzt. Auf Sicht von sieben Tagen liegt ETH knapp 7 % im Plus, im Monat rund 12 % – nach wie vor deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch, aber klar über dem jüngsten Tief.
Charttechnisch gilt der Bereich um 3.000 US‑Dollar als solide Unterstützung. Marktbeobachter sehen die Zone um 3.450 US‑Dollar als entscheidenden Widerstand: Ein Ausbruch darüber könnte kurzfristig Raum für einen Test der 4.000‑Dollar-Marke eröffnen.
Netzwerkwachstum: Rekord bei neuen Adressen
Auf der Blockchain-Ebene zeigt sich ein deutliches Bild: Ethereum verzeichnet den stärksten 30‑Tage-Zuwachs an neuen Adressen seit Anfang 2024. Rund 393.600 neue Wallets wurden an einem einzelnen Tag registriert – ein Rekordwert. Im Wochenschnitt kommen derzeit etwa 327.000 neue Adressen pro Tag hinzu.
Wichtig daran: Die Daten deuten auf echte neue Teilnehmer hin, nicht nur auf häufigere Bewegungen bestehender Nutzer. Treiber sind mehrere parallel laufende Entwicklungen:
- DeFi-Protokolle: Neue Kredit- und Renditeanwendungen ziehen frische Liquidität und Nutzer an.
- Stablecoins: Abrechnungen und Transfers in Stablecoins erreichen Rekordvolumina auf Ethereum.
- Günstigere Nutzung nach Upgrade „Fusaka“: Verbesserte Skalierung senkt Kosten und erleichtert Interaktionen.
- NFTs mit mehr Nutzen: Anwendungen jenseits reiner Sammlerstücke – etwa Zugänge, Mitgliedschaften oder digitale Rechte.
Laut Netzwerkforscher Joseph Young liegt die Zahl der wöchentlich aktiven Nutzer bei knapp 889.300 – ein Höchststand. Ethereum behauptet damit seine Rolle als zentrale Infrastruktur für Stablecoins, DeFi-Plattformen und dezentrale Börsen wie Uniswap.
Staking-Stau: Milliarden warten auf Aktivierung
Parallel zum Nutzungsanstieg baut sich im Staking-Bereich ein Engpass auf. Vor allem größere Adressen wie der Investor BitMine Immersion (BMNR) haben massiv zusätzliche ETH zum Staken angemeldet. Insgesamt warten derzeit über 2,55 Millionen ETH – umgerechnet rund 8,3 Milliarden US‑Dollar – darauf, als Validatoren aktiviert zu werden.
Die Folge ist ein außergewöhnlich langer Rückstau: Neue Validatoren müssen aktuell mehr als 44 Tage warten, bis sie tatsächlich mit dem Erzielen von Staking-Erträgen beginnen können. Das ist die längste Warteschlange seit Juli 2023.
Für Privatanleger ist das vor allem ein zeitliches Thema, für institutionelle Player und mögliche ETF-Strukturen kann es jedoch zum praktischen Hindernis werden. Wer strukturiert Staking einbinden will, muss Verzögerungen bei der Aktivierung einkalkulieren – ausgerechnet in einer Phase, in der die regulatorische Klarheit für institutionelles Staking zunimmt.
Buterins Fahrplan: Fokus auf Souveränität und Privatsphäre
Mitten in diese Gemengelage hat Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin am 17. Januar 2026 eine strategische Roadmap für das Jahr vorgestellt. Sein Ziel: Ethereum soll verlorenes Terrain bei Selbstsouveränität und „Trustlessness“ zurückgewinnen.
Kernpunkte des Plans:
- ZK-EVM und BAL-Technologie: Vereinfachte Node-Betreibung, um mehr Teilnehmer zur Validierung zu befähigen.
- Helios-Launch: Verifizierung von RPC-Daten, also der Schnittstellen, über die Nutzer mit dem Netzwerk kommunizieren.
- ORAM- und PIR-Technologien: Verbesserter Schutz der Nutzerdaten und Transaktionsprivatsphäre.
- Social-Recovery-Wallets: Wallet-Konzepte mit zeitverzögerten Sicherheitsmechanismen zur besseren Sicherung von Guthaben.
- Verbesserte On-Chain-Interfaces und IPFS-Anwendungen: Bessere Bedienbarkeit und Nutzung von dezentralem Speicher.
Buterin macht damit deutlich, dass Ethereum nicht nur an Skalierung, sondern auch an Kernprinzipien wie Dezentralisierung, Datenschutz und Nutzerkontrolle arbeiten will. Die Roadmap adressiert Kompromisse, die in den vergangenen Jahren zugunsten von Komfort und Performance eingegangen wurden.
Institutionelle Erwartungen: Optimistische Langfrist-Story
Auf der institutionellen Seite wachsen die Erwartungen. Standard Chartered spricht davon, dass 2026 „das Jahr von Ethereum“ werden könnte. Die Bank sieht einen möglichen ETH-Kurs von 7.500 US‑Dollar in diesem Jahr und langfristig bis zu 30.000 US‑Dollar bis 2029. Als wichtigste Treiber nennt sie:
- Führungsrolle bei Stablecoins
- Fortschritte bei tokenisierten Realwerten (Real World Assets, RWA)
- Dominanz im DeFi-Ökosystem
Vivek Raman, CEO von Etherealize, geht in einem Interview mit CoinDesk noch weiter und bezeichnet Ethereum als „Infrastruktur auf Zivilisationsniveau“. Aus seiner Sicht könnte sich die Bewertung von Hunderten Milliarden hin zu einer Billionenmarktkapitalisierung verschieben, sofern sich die aktuellen Trends fortsetzen.
Fazit: Fundamentale Stärke, aber auch Engpässe
Zur Monatsmitte Januar 2026 präsentiert sich Ethereum fundamental robust: Rekordwerte bei neuen Wallets, Höchststände bei aktiven Nutzern und ein klar umrissener technologischer Fahrplan sprechen für eine wachsende Nutzung jenseits reiner Spekulation. Gleichzeitig sorgt der 8‑Milliarden‑Dollar-Staking-Stau für praktische Hürden beim Einstieg neuer Validatoren, vor allem auf institutioneller Seite.
Kurzfristig rückt aus technischer Sicht der Widerstand um 3.450 US‑Dollar in den Fokus, während fundamental vor allem die Umsetzung der Roadmap und die Entspannung beim Staking-Backlog entscheidend dafür sein werden, ob Ethereum den Übergang von wachsender Nutzung zu der von Banken skizzierten neuen Bewertungsebene schafft.
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