Ethereum: Upgrade läuft – Preis schwächelt
Ethereum zieht sich am Donnerstag zurück und notiert bei rund 3.100 Dollar. Nach einem starken Wochenstart, der die zweitgrößte Kryptowährung bis auf 3.303 Dollar katapultiert hatte, nehmen Anleger nun Gewinne mit. Dabei fällt die Korrektur zeitlich mit einer wichtigen technischen Weichenstellung zusammen: Das Netzwerk hat seine Blob-Kapazität deutlich erhöht – eine Maßnahme, die Layer-2-Netzwerken mehr Luft verschaffen soll. Doch während die Technologie voranschreitet, stellen sich Investoren eine unbequeme Frage: Wer profitiert eigentlich von Ethereums Erfolg?
Blob-Upgrade schafft mehr Raum für Layer 2
Am Dienstag hat Ethereum seinen zweiten Fork durchgeführt, der ausschließlich die Blob-Parameter betrifft. Das Netzwerk erhöhte das Blob-Ziel von 10 auf 14 und die maximale Grenze von 15 auf 21. Blobs sind Datenpakete, die Rollup-Netzwerke wie Arbitrum, Optimism, Base und zkSync nutzen, um Transaktionen außerhalb der Mainchain abzuwickeln und nur die Ergebnisse auf Ethereum zu verankern.
Die Kapazitätserweiterung zielt darauf ab:
- Gebühren für Rollups in Spitzenzeiten zu stabilisieren
- Wachsende Layer-2-Aktivität ohne Engpässe zu ermöglichen
- Proaktiv zu skalieren, bevor Nachfrage auf Kapazitätsgrenzen stößt
On-Chain-Daten zeigen, dass die Blob-Nutzung trotz steigender Rollup-Aktivität deutlich unter der verfügbaren Kapazität liegt. Ethereum setzt damit auf kontinuierliche, vorausschauende Upgrades – eine Strategie, die Mitgründer Vitalik Buterin kürzlich als neue Phase des Netzwerks beschrieb.
Staking-Dynamik liefert gemischte Signale
Parallel zum technischen Fortschritt verschieben sich die Staking-Verhältnisse. Aktuell warten rund 1,66 Millionen ETH in der Warteschlange auf Aktivierung – hauptverantwortlich ist das Unternehmen BitMine, das seit Ende Dezember massiv ETH akkumuliert. Allein am 3. Januar fügte BitMine weitere 82.560 ETH (ca. 260 Millionen Dollar) hinzu. Die Aktivierungszeit liegt derzeit bei knapp 29 Tagen.
Die Exit-Warteschlange hingegen ist nahezu leer: Nur 32 ETH stehen zum Ausstieg bereit, mit einer Wartezeit von etwa einer Minute. Das deutet auf minimalen Verkaufsdruck von Validatoren hin.
Allerdings haben sich die Staking-Warteschlangen Anfang Januar weitgehend geleert, die Renditen liegen bei rund 3 Prozent. Das schwächt die „Supply-Schock"-These, die viele Bullen als Kurstreiber angeführt hatten. Mit nahezu reibungslosem Ein- und Ausstieg verschieben sich die Angebotsdynamiken – und damit die Bewertungsgrundlage für ETH.
Layer 2 floriert, Mainnet-Gebühren sinken
Ethereums Skalierungserfolg entpuppt sich als zweischneidiges Schwert. Layer-2-Netzwerke verarbeiten inzwischen fast zwei Millionen Transaktionen täglich, während die Mainchain nur etwa die Hälfte abwickelt. Das hält die Gas-Gebühren niedrig – technisch ein Erfolg, ökonomisch eine Herausforderung.
Weniger Mainnet-Gebühren bedeuten weniger verbranntes ETH. Nach einer kurzen deflationären Phase nach dem Merge 2022 ist Ethereum in eine leichte Inflation zurückgefallen, da die Neuausgabe den Burn übersteigt. Das Netzwerk bewegt enorme Werte, kassiert aber pro Transaktion weniger. Die Frage, wie sich dieser Wertabfluss auf den ETH-Kurs auswirkt, bleibt offen.
Am Donnerstag notiert Ethereum bei 3.100 Dollar – ein Plus von 6 Prozent auf Wochensicht, aber 37 Prozent unter dem Allzeithoch von 4.950 Dollar aus dem August 2025. Das Handelsvolumen liegt bei 23,7 Milliarden Dollar. Nächste technische Widerstände liegen bei 3.500 und 4.000 Dollar, Unterstützungen finden sich im Bereich 2.500 bis 2.700 Dollar.
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