Ethereum rutscht unter die psychologisch wichtige 3.000-Dollar-Marke – erstmals seit drei Wochen. Mit einem Minus von rund 5 Prozent binnen 24 Stunden zählt die zweitgrößte Kryptowährung zu den schwächsten Assets unter den Top 10. Doch hinter den fallenden Kursen steckt mehr als nur Verkaufsdruck: Rekord-Transaktionszahlen entpuppen sich als Spam-Attacken, während institutionelle Anleger ihre Positionen abbauen.

Massive ETF-Abflüsse

Am 20. Januar flossen 230 Millionen Dollar aus US-amerikanischen Ethereum-Spot-ETFs ab – die höchsten Tagesabflüsse seit Wochen. Allein BlackRocks Fonds verbuchte Abflüsse von 92,3 Millionen Dollar, Fidelity weitere 51,5 Millionen. Von neun ETFs verzeichneten sechs Mittelabzüge, während kein einziger Zuflüsse meldete.

Die ETF-Bewegungen spiegeln eine breitere institutionelle Vorsicht wider. Auch Bitcoin-ETFs verloren am selben Tag 483 Millionen Dollar. Die Gesamtnettomittel in Ethereum-ETFs sanken auf 12,68 Milliarden Dollar.

Rekord-Transaktionen durch Betrugsmaschen

Ethereum verarbeitete am 16. Januar 2,89 Millionen Transaktionen – Rekord in der Netzwerkgeschichte. Doch Sicherheitsforscher schlagen Alarm: Ein Großteil des Anstiegs geht auf sogenannte Address-Poisoning-Angriffe zurück. Dabei fluten Betrüger das Netzwerk mit winzigen Stablecoin-Überweisungen, um Nutzer später zu täuschen.

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"Mass-Address-Poisoning-Attacken sind ein anhaltendes Problem, und es wird schlimmer", erklärt Gonçalo Magalhães, Sicherheitschef bei Immunefi. Die Firma Cyvers registrierte zuletzt über eine Million solcher Vorbereitungen täglich auf Ethereum. Das Fusaka-Upgrade im Dezember, das die Transaktionsgebühren um 60 Prozent senkte, macht diese Spam-Attacken deutlich günstiger. Mindestens 116 Opfer verloren durch solche Kampagnen über 740.000 Dollar – ein Nutzer allein 50 Millionen Dollar im vergangenen Monat.

Makroökonomischer Gegenwind

Der Krypto-Markt steht unter massivem Druck durch Handelsspannungen und steigende Anleiherenditen. Trumps Zolldrohungen gegen die EU und Spannungen um Grönland befeuern eine Flucht aus Risiko-Assets. Japanische Staatsanleihen erreichten Rekordrenditen, US-Staatsanleihen fünfjährige Laufzeit notieren auf Sechsmonatshochs.

Der Crypto Fear & Greed Index stürzte am 21. Januar auf 24 Punkte – tief im Bereich "extreme Angst". Liquidationen von 1,7 Milliarden Dollar innerhalb von 24 Stunden unterstreichen die Nervosität der Händler. Optionsdaten zeigen, dass Trader verstärkt Absicherungen gegen fallende Kurse kaufen.

Ausblick bleibt verhalten

Ethereum bewegt sich in einer Spanne zwischen 2.750 und 3.400 Dollar. Sean Dawson, Research-Chef bei Derive.xyz, sieht die Krypto-Märkte "trotz historisch niedriger realisierter Volatilität risikoscheuer als in früheren Zyklen". Die Markterwartung bis Jahresmitte: leicht negativ. Am 22. Januar steht ein globaler Stresstest der Layer-2-Lösung MegaETH an, die in Tests 47.000 Transaktionen pro Sekunde erreichte.

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