Corcept Therapeutics sieht sich mit einer Welle juristischer Untersuchungen konfrontiert. Mehrere US-Anwaltskanzleien prüfen derzeit, ob das Biotech-Unternehmen Investoren über die Zulassungsaussichten des Medikaments Relacorilant getäuscht hat. Im Zentrum steht dabei die Kommunikation mit der US-Gesundheitsbehörde FDA, die offenbar kritischer verlief als öffentlich bekannt war.

Warnungen der FDA ignoriert?

Die FDA hatte den Zulassungsantrag für Relacorilant zur Behandlung von Hyperkortisolismus am 31. Dezember des vergangenen Jahres abgelehnt. Zwar lieferten die klinischen Studien GRACE und GRADIENT Wirksamkeitsnachweise, doch forderte die Behörde zusätzliche Daten für eine abschließende Nutzen-Risiko-Abwägung. Infolge dieser Nachricht sank der Aktienkurs deutlich und schloss den Handelstag bei 34,80 US-Dollar ab.

Besonders schwer wiegt ein korrigiertes FDA-Schreiben vom 28. Januar. Laut Berichten hatte die Behörde das Unternehmen zuvor mehrfach davor gewarnt, den Zulassungsantrag in der vorliegenden Form überhaupt einzureichen. Die Kanzleien, darunter Hagens Berman und Pomerantz, untersuchen nun folgende Punkte:

  • Mögliche Verstöße gegen das US-Wertpapierhandelsgesetz.
  • Irreführende Aussagen gegenüber den Aktionären.
  • Das Verschweigen wesentlicher Informationen über den Zulassungsprozess.

Hat das Management die Risiken bewusst kleingeredet, um den Kurs zu stützen? Diese Frage steht im Zentrum der heute und in den vergangenen Tagen eingeleiteten Untersuchungen.

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Lichtblick in der Onkologie

Während die regulatorischen Probleme im Bereich Hyperkortisolismus belasten, meldete Corcept Erfolge in der Krebsforschung. Die Phase-3-Studie ROSELLA zur Behandlung von platinresistentem Eierstockkrebs erreichte Ende Januar ihren primären Endpunkt. Die Kombinationstherapie aus Relacorilant und Nab-Paclitaxel reduzierte das Sterberisiko der Patientinnen im Vergleich zur Monotherapie um 35 Prozent.

Diese Daten führten zwischenzeitlich zu einer Kurserholung. Die FDA hat den entsprechenden Zulassungsantrag für diesen Bereich bereits akzeptiert. Eine Entscheidung der Behörde wird im Rahmen des PDUFA-Termins für den 11. Juli 2026 erwartet. Während dieses Datum einen potenziellen Wendepunkt markiert, bleibt die rechtliche Aufarbeitung der vorangegangenen FDA-Warnungen das bestimmende Thema für die kommenden Monate.

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