Ethereum steht unter Druck. Während US-Präsident Donald Trump neue Zölle gegen Europa ankündigt und die Kryptomärkte binnen 24 Stunden über 154 Millionen Dollar an Long-Positionen auslöschen, vollzieht sich im Hintergrund ein historischer Strukturwandel: Fast die Hälfte aller ETH ist mittlerweile im Staking gebunden – Tendenz stark steigend.

Kurssturz nach Zoll-Ankündigung

Die Nachricht kam überraschend: Trump kündigte am Montag Strafzölle von 10 Prozent auf Importe aus acht europäischen Ländern an, gültig ab 1. Februar 2026. Die Märkte reagierten prompt. Ethereum verlor die psychologisch wichtige 3.200-Dollar-Marke und rutschte zeitweise auf 3.097 Dollar ab – ein Minus von bis zu 4,9 Prozent binnen 24 Stunden.

Die Liquidationen im Derivatemarkt sprechen eine klare Sprache: Über 154 Millionen Dollar an gehebelten Long-Positionen wurden zwangsliquidiert. Während Gold und Silber am 19. und 20. Januar neue Allzeithochs markierten, floss Kapital aus digitalen Assets in traditionelle Krisenwährungen. Der Coinbase Premium Index drehte ins Negative – ein Zeichen dafür, dass US-Investoren aktuell weniger Kaufdruck ausüben als internationale Marktteilnehmer.

Die Staking-Revolution: 46,59 Prozent gebunden

Während der Preis nachgibt, erreicht die Netzwerksicherheit von Ethereum historische Dimensionen. Per 20. Januar 2026 sind 46,59 Prozent des gesamten ETH-Angebots gestaked – rund 77,85 Millionen Token, die dem freien Handel entzogen sind.

Die Zahlen verdeutlichen den Ansturm:

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  • Eintritts-Warteschlange: Über 2,7 Millionen ETH warten auf Validierung, die Wartezeit beträgt 45 bis 47 Tage
  • Austritts-Warteschlange: Komplett leer – kein Validator verlässt derzeit das Netzwerk
  • BitMine-Offensive: Die von Tom Lee geführte Firma hat seit Jahresbeginn über 1,7 Millionen ETH gestaked, ein Volumen von 8,3 Milliarden Dollar

Dieser "Staking-Stau" reduziert das verfügbare Angebot drastisch. Gleichzeitig verarbeitet das Netzwerk Rekordvolumen: Am 20. Januar wurden 2,88 Millionen Transaktionen in 24 Stunden abgewickelt – bei historisch niedrigen Gasgebühren, dank Layer-2-Lösungen.

Wale im Zwiespalt

Die Großinvestoren senden widersprüchliche Signale. Einerseits flossen am 20. Januar über 110 Millionen Dollar in ETH auf Börsen – ein klassisches Verkaufssignal. Galaxy Digital transferierte 13.000 ETH (41,75 Millionen Dollar) auf Binance, Bybit und OKX. Fenbushi Capital schickte 7.798 ETH (25 Millionen Dollar) an Binance.

Andererseits nutzen andere Wale den Rücksetzer gezielt: Ein neues Wallet zog 6.000 ETH (19 Millionen Dollar) von Bybit ab und deponierte sie bei Aave – eine Strategie zum Leverage-Aufbau statt zum Verkauf. Ein als "Insider Whale" identifizierter Großinvestor stockte seine Position um 20.000 ETH auf, Gesamtwert: über 730 Millionen Dollar.

MegaETH und die Wall Street

Am 22. Januar startet MegaETH, ein Layer-2-Projekt mit dem Ziel, 35.000 Transaktionen pro Sekunde zu verarbeiten. Der geplante Stresstest soll binnen sieben Tagen elf Milliarden Transaktionen abwickeln – eine neue Dimension für Ethereum-basierte Rollups.

Parallel kündigte die New York Stock Exchange eine Plattform für den 24/7-Handel tokenisierter Wertpapiere an. Die Infrastruktur, entwickelt mit BNY Mellon und Citibank, nutzt EVM-kompatible Technologie. Ethereum rückt damit weiter ins Zentrum der traditionellen Finanzwelt.

Der kurzfristige Gegenwind durch Trumps Handelspolitik trifft auf eine Netzwerkstruktur, die sich fundamental verändert: ETF-Zuflüsse von 130 Millionen Dollar in der vergangenen Woche und die steigende Staking-Quote zeigen, dass langfristige Investoren den Kursrückgang ignorieren. Mit fast der Hälfte des Angebots im Staking und einer leeren Austritts-Warteschlange verschärft sich der Angebots-Schock weiter – unabhängig von der Volatilität der kommenden Tage rund um Trumps Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

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