Ethereum steht Mitte Januar bei rund 3.300 US-Dollar – und hinter den Kulissen passiert mehr, als die Kursentwicklung auf den ersten Blick verrät. Die zweitgrößte Kryptowährung verzeichnet Rekordwerte beim Staking, während institutionelle Investoren massiv einsteigen. Das Netzwerk wächst so schnell wie seit Monaten nicht mehr.

Warteschlange auf Rekordhoch

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 35,9 Millionen ETH sind aktuell gestakt – das entspricht knapp 30 Prozent des gesamten Angebots. Der Gegenwert liegt bei über 119 Milliarden US-Dollar. Besonders auffällig: In der Warteschlange für neue Validatoren stehen 2,5 Millionen ETH – der höchste Stand seit August 2023. Gleichzeitig ist die Warteschlange für Unstaking komplett leer.

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Diese Konstellation deutet auf zwei Dinge hin: Investoren drängen ins Staking, während praktisch niemand aussteigen will. Die jährliche Rendite von etwa 2,8 Prozent mag auf den ersten Blick bescheiden wirken, doch in Kombination mit möglichen Kursgewinnen wird das Angebot attraktiv.

Institutionelle bauen Positionen aus

BitMine Immersion Technologies hat kürzlich 186.500 ETH im Wert von 600 Millionen US-Dollar gestakt. Insgesamt hält das Unternehmen nun 1,53 Millionen ETH – mehr als ein Prozent des gesamten Angebots. SharpLink, die erste börsennotierte Firma mit Ethereum als primärem Treasury-Asset, hat seit Juni über 32 Millionen US-Dollar an Staking-Belohnungen generiert.

Die ETF-Landschaft entwickelt sich parallel: Am 14. Januar flossen 175 Millionen US-Dollar in Spot-Ethereum-ETFs – ein neuer Jahresrekord. WisdomTree hat bereits im Dezember ein vollständig gestakertes Ethereum-ETP in Europa lanciert, VanEck könnte im Sommer mit einem ähnlichen Produkt in den USA folgen.

Netzwerk wächst auf breiter Front

Am 14. Januar wurden 393.600 neue Wallet-Adressen erstellt – ein Allzeithoch. Die täglichen Transaktionen liegen bei rund zwei Millionen, deutlich über dem Dezember-Niveau. Der Total Value Locked im DeFi-Bereich hat sich seit April 2025 von 44 Milliarden auf über 75 Milliarden US-Dollar erhöht. Die Marktkapitalisierung von Stablecoins auf Ethereum überschritt diese Woche die 160-Milliarden-Marke.

Das Fusaka-Upgrade hat die Netzwerkkosten gesenkt und trägt zur wachsenden Nutzung bei. Standard Chartered nennt 2026 "das Jahr von Ethereum" und sieht ein Kursziel von 7.500 US-Dollar bis Jahresende.

Ausblick bleibt von Bitcoin abhängig

Die nächste Widerstandsmarke liegt bei 3.450 US-Dollar. Ein Durchbruch könnte den Weg in Richtung 4.000 US-Dollar öffnen. Das ETH/BTC-Verhältnis hat sich in den vergangenen sechs Monaten um 14,7 Prozent verbessert – ein Hinweis darauf, dass Kapital von Bitcoin zu Ethereum fließt.

Allerdings bleibt Bitcoin der dominierende Faktor im Kryptomarkt. Sollte BTC deutlich nachgeben, dürfte Ethereum überproportional betroffen sein. Die US-Senatoren haben Anfang der Woche einen Entwurf für einen regulatorischen Rahmen vorgelegt, der mittelfristig Klarheit schaffen könnte.

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