Ethereum meldet Höchststände bei der Netzwerkaktivität, doch Analysten bleiben skeptisch. Hinter den beeindruckenden Transaktionszahlen verbirgt sich offenbar ein massives Problem mit Spam und Betrugsversuchen. Während institutionelle Anleger weiter zukaufen, wirft die Diskrepanz zwischen bloßer Menge und echter Qualität Fragen zur Nachhaltigkeit der aktuellen Netzwerknutzung auf.

Trugbild durch niedrige Gebühren

Auf den ersten Blick wirkt die Statistik beeindruckend: Mit über 2,8 Millionen Transaktionen an einem einzigen Tag verzeichnete Ethereum in der vergangenen Woche einen historischen Rekord. Doch Blockchain-Forscher warnen davor, diese Zahlen als reines organisches Wachstum zu interpretieren. Schätzungen zufolge gehen rund 80 Prozent des Zuwachses bei neuen Adressen auf sogenannte "Address Poisoning"-Betrugsmaschen zurück.

Dabei fluten Betrüger Wallets mit winzigen Beträgen, um gefälschte Adressen in den Transaktionshistorien der Nutzer zu platzieren. Ironischerweise hat erst das "Fusaka"-Upgrade im Dezember 2025 diese Welle ermöglicht: Die deutlich gesunkenen Gebühren sind zwar vorteilhaft für reguläre Nutzer, machen aber gleichzeitig groß angelegte Spam-Kampagnen für Angreifer wirtschaftlich attraktiv.

Buterin plant Protokoll-Umbau

Um die technische Robustheit des Netzwerks weiter zu stärken, hat Mitgründer Vitalik Buterin heute einen weitreichenden Vorschlag präsentiert. Er plant, die sogenannte Distributed Validator Technology (DVT) direkt in das Ethereum-Protokoll zu integrieren. Bisher müssen Validatoren oft auf externe Lösungen zurückgreifen, um ihre Aufgaben auf mehrere Maschinen zu verteilen und so Ausfallrisiken zu minimieren.

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Eine native Integration würde diese komplexen externen Koordinierungsebenen überflüssig machen. Das Ziel ist klar: Das Staking soll auch für größere Akteure zugänglicher und das Netzwerk insgesamt widerstandsfähiger gegen Ausfälle einzelner Knotenpunkte werden.

Institutionelles Interesse trifft auf Kursverluste

Trotz der technischen Debatten und Spam-Sorgen reißt das Interesse professioneller Investoren nicht ab. Ethereum-ETFs verzeichneten Anfang des Monats an vier aufeinanderfolgenden Tagen Nettozuflüsse von insgesamt 474,4 Millionen US-Dollar. Analysten von Standard Chartered sehen Ethereum für das Jahr 2026 sogar in einer Position, um Bitcoin in der Performance zu übertreffen.

Der aktuelle Kurs spiegelt diesen Optimismus jedoch nur bedingt wider. Auf Wochensicht verlor der Ether-Kurs knapp 12 Prozent an Wert und notiert aktuell mehr als 37 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Neben der Marktlage sorgt auch die Politik für Gegenwind. In den USA stockt die Regulierung, nachdem Coinbase seine Unterstützung für einen geplanten Gesetzentwurf zurückzog. Bedenken gibt es vor allem hinsichtlich der Regeln für DeFi und Stablecoins. Solange hier keine Klarheit herrscht und das Netzwerkproblem zwischen echtem Nutzen und Spam nicht gelöst ist, dürfte die Volatilität erhalten bleiben.

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