Ethereum hat am Freitag die psychologisch wichtige Marke von 2.000 US-Dollar unterschritten. Gleichzeitig lief eine der größten vierteljährlichen Optionsverfalltermine des Jahres ab — und die SEC musste über 91 Krypto-ETF-Anträge entscheiden. Selten treffen so viele Druckpunkte auf einmal zusammen.

Optionsverfall beschleunigt den Kursrutsch

Der Rückgang auf rund 1.987 Dollar kam nicht aus dem Nichts. Bereits früher in der Woche scheiterte ETH daran, sich oberhalb von 2.200 Dollar zu stabilisieren. Den entscheidenden Impuls nach unten lieferte dann der Verfall von rund 370.000 ETH-Kontrakten auf der Handelsplattform Deribit — ein offenes Interesse von etwa 2,12 Milliarden Dollar. Der sogenannte „Max Pain"-Level lag bei 2.250 Dollar, deutlich über dem tatsächlichen Kurs.

Als die 2.000-Dollar-Marke fiel, wurden Long-Positionen im Wert von über 111 Millionen Dollar liquidiert. Zusätzlich verkaufte ein früher ICO-Investor aus dem Jahr 2014 rund 11.550 ETH zu einem Durchschnittspreis von etwa 2.027 Dollar — ein Verkauf im Volumen von knapp 23 Millionen Dollar, der die Stimmung weiter belastete.

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ETF-Abflüsse und SEC-Entscheidung

Auf institutioneller Seite zeigt sich eine anhaltende Risikoaversion. US-amerikanische Spot-ETFs für Ethereum verzeichneten am 26. März ihren siebten Handelstag in Folge mit Nettoabflüssen — allein an diesem Tag flossen 92,5 Millionen Dollar ab. Die Wochenabflüsse summierten sich damit auf knapp 392 Millionen Dollar, angeführt von Fonds von BlackRock und Fidelity.

Parallel dazu lief am 27. März eine Entscheidungsfrist der SEC für 91 verschiedene Krypto-ETF-Anträge ab. Das Spektrum reicht von einfachen Spot-Fonds bis hin zu Staking-integrierten ETFs, die neben der Kursentwicklung auch Netzwerkrenditen ausschütten sollen. Reicht die SEC-Klassifizierung von Ether als digitale Ware vom 17. März aus, um nun auch die erste Generation dieser Staking-ETFs durchzuwinken? Die Antwort darauf dürfte die institutionelle Nachfrage in den kommenden Wochen maßgeblich beeinflussen — denn die aktuellen Kapitalabflüsse markieren laut jüngsten Daten ein 16-Monats-Tief.

Langfristige Infrastruktur bleibt auf Kurs

Abseits der kurzfristigen Kursturbulenzen arbeitet die Ethereum Foundation weiter an ihrem technischen Fahrplan. Das „Glamsterdam"-Upgrade soll in der ersten Jahreshälfte 2026 umgesetzt werden und unter anderem eine verbesserte Trennung zwischen Block-Vorschlag und -Erstellung einführen. Das nachfolgende „Hegota"-Upgrade, geplant für die zweite Jahreshälfte, soll sogenannte Verkle Trees implementieren und damit die Datenmenge bei Netzwerkvalidierungen um rund 90 Prozent reduzieren.

Strukturell bleibt das Angebot durch Staking gebunden: Über 37 Millionen ETH sind derzeit im Konsens-Layer des Protokolls gesperrt. Sollte die 2.000-Dollar-Marke nicht zurückerobert werden, beobachten Analysten die Zone zwischen 1.750 und 1.850 Dollar als nächsten potenziellen Unterstützungsbereich.

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