Ethereum: Institutionelle Nachfrage
Ethereum startet mit Schwung ins neue Jahr. Die zweitgrößte Kryptowährung notiert bei rund 3.300 US-Dollar – ein Plus von über 10 Prozent seit Jahresbeginn. Doch die Kurserholung ist nur ein Teil der Geschichte. Dahinter steht eine Verschiebung: Institutionelle Investoren setzen massiv auf ETH, während Privatanleger zurückhaltend bleiben.
Staking auf Rekordhoch
Fast 30 Prozent des gesamten Ethereum-Angebots sind mittlerweile im Staking-Mechanismus des Netzwerks gebunden – ein historischer Höchststand von 120 Milliarden Dollar. Die Zahl unterstreicht das Vertrauen in Ethereums langfristige Stabilität und die Attraktivität der Staking-Rendite von rund 2,8 Prozent.
Besonders aktiv zeigt sich das Unternehmen Bitmine. Am 15. Januar stockte die Firma ihre Staking-Position um 600 Millionen Dollar auf. Insgesamt hält Bitmine nun etwa 6 Milliarden Dollar in gestaktem Ethereum – knapp die Hälfte ihrer gesamten ETH-Bestände von 13 Milliarden Dollar. Auch Asset-Manager wie 21Shares, Bitwise und Grayscale bieten gestakte ETH-Produkte an. BlackRock hat Ende 2025 einen entsprechenden ETF-Antrag eingereicht.
ETF-Zuflüsse und sinkende Exchange-Bestände
Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten am 14. Januar Zuflüsse von 175 Millionen Dollar – den vierten Tag in Folge mit positiven Flows und ein Rekordwert für 2026. Parallel dazu sind die ETH-Bestände auf zentralisierten Börsen auf ein Siebenjahrestief gefallen. Anleger verlagern ihre Coins in Self-Custody oder Staking-Verträge, was den Verkaufsdruck reduziert.
Daten von CryptoQuant zeigen zudem: Die geschätzte Leverage-Ratio bei Ethereum sinkt. Das deutet darauf hin, dass die aktuelle Rally weniger von spekulativen Hebel-Trades getragen wird, sondern von echten Käufen am Spotmarkt. Historisch ging ein Rückgang der Leverage-Ratio oft deutlichen Kurssteigerungen voraus.
Standard Chartered: 2026 wird Ethereums Jahr
Die Investmentbank Standard Chartered erwartet, dass Ethereum Bitcoin in diesem Jahr outperformen wird. Analyst Geoffrey Kendrick verweist auf Kapitalzuflüsse, die wachsende Bedeutung von Stablecoins und technische Verbesserungen im Netzwerk. Die Bank sieht ETH bei 7.500 Dollar Ende 2026 – eine Korrektur gegenüber der früheren Schätzung von 12.000 Dollar, aber immer noch mehr als eine Verdopplung gegenüber dem aktuellen Niveau.
Auch JPMorgan und Morgan Stanley setzen auf Ethereum. JPMorgan nutzt die Blockchain erstmals für einen tokenisierten Geldmarktfonds, Morgan Stanley hat Anfang Januar einen ETH-ETF beantragt.
Technische Hürden bleiben
Trotz der positiven Fundamentaldaten kämpft Ethereum weiterhin mit der Widerstandszone um 3.400 Dollar. Analysten von Greeks.live bemerkten, dass ETH zwar prozentual stärker zulegte als Bitcoin, das Handelsvolumen bei Block Trades aber nur 130 Millionen Dollar betrug – verglichen mit 1,7 Milliarden Dollar bei Bitcoin. Der Markt fokussiert sich weiterhin auf BTC, auch wenn Ethereums Grundlagen sich weiter verbessern.
Am 16. Januar laufen Optionen im Wert von rund 437 Millionen Dollar aus. Das Put-Call-Verhältnis liegt bei nahezu neutralen 1,03. Der Max Pain Level – der Kurs, bei dem die meisten Optionen wertlos verfallen – liegt bei 3.200 Dollar.
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