Ethereum: Fokus auf Zukunft
Ethereum startet in den Februar mit einem klaren Signal: Mehr Geld und Aufmerksamkeit sollen in die technische Basis fließen – von Open-Source-Software bis hin zu Sicherheitsfragen, die heute noch wie Science-Fiction wirken. Gleichzeitig fährt die Ethereum Foundation die Ausgaben offenbar etwas vorsichtiger. Was steckt hinter diesem Spagat aus ambitionierter Roadmap und „milder Sparsamkeit“?
Buterin setzt 43 Millionen Dollar privat ein
Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin hat am 30. Januar über X offengelegt, dass er persönlich 16.384 ETH (rund 43 Mio. US-Dollar) abgezogen hat, um eine breiter angelegte Initiative zu finanzieren. Ziel ist ein „Full-Stack“ aus Open-Source-Software und -Hardware, der sicher und überprüfbar ist.
Wichtig dabei: Buterin positioniert das Projekt nicht nur als Ethereum-Thema. Er nennt mögliche Anwendungen in Bereichen wie Finanzen, Kommunikation, Governance, Betriebssysteme und sichere Hardware. Auch Felder wie Biotech und Public Health sowie Privacy-Tools (etwa verschlüsselte Messenger oder „local-first“-Software) tauchen in seinem Rahmen auf.
Parallel dazu sprach Buterin von einer Phase „milder Austerität“ bei der Ethereum Foundation. Die Botschaft: Skalierung soll weiter vorangetrieben werden, aber mit Blick auf langfristige Nachhaltigkeit. Laut Arkham hält die Foundation derzeit etwa 558 Mio. US-Dollar in Krypto-Assets.
Ethereum Foundation: Post-Quantum wird Top-Priorität
Bereits am 24. Januar kündigte die Ethereum Foundation einen dedizierten „Post Quantum“-Bereich an. Der Schritt markiert eine strategische Verschiebung: Post-Quantum-Sicherheit wird offiziell als zentrale Priorität für das Netzwerk eingeordnet.
EF-Researcher Justin Drake erklärte, das Team werde von Thomas Coratger geleitet, den er als Schlüsselfigur hinter „leanVM“ bezeichnete – einem Kernbaustein in Ethereums Ansatz für quantensichere Architektur. Konkret geplant sind unter anderem zweiwöchentliche Developer-Sessions zu Post-Quantum-Transaktionen, die im Februar starten sollen und von Antonio Sanso geleitet werden.
Der Hintergrund ist klar: Sollte Quantencomputing irgendwann heutige Verschlüsselung knacken, könnten Wallet-Keys angreifbar werden. Netzwerke müssten ihre Kryptografie rechtzeitig modernisieren – bevor aus einem theoretischen Risiko ein akutes wird.
ERC-8004: Standard für KI-Agenten
Auch an der Schnittstelle zwischen Blockchain und KI tut sich etwas: Entwickler arbeiten an ERC-8004, einem Standard, der KI-Agenten helfen soll, sich systemübergreifend zu finden, Identitäten nachzuweisen und Vertrauen aufzubauen.
Geplant sind drei schlanke Register:
- Identity Registry: Eindeutige On-Chain-ID pro Agent, über ein ERC-721-ähnliches Token
- Reputation Registry: Strukturiertes Feedback zur Leistung eines Agenten
- Validation Registry: Möglichkeit, unabhängige Verifikation der Arbeit anzufordern
Der Februar ist als „Genesis Month“ vorgesehen – inklusive Events und Unterstützung, um frühe Nutzung anzuschieben.
Marktumfeld: Volatilität bleibt hoch
Am Markt kommt diese langfristige Aufbauarbeit bislang in einem schwierigen Umfeld an. Ethereum hat zuletzt deutlich geschwankt und liegt weiterhin klar unter früheren Hochs. Am Freitag fiel der Kurs um 6,25% auf 2.818,82 US-Dollar.
Zusätzlich berichtet der Quelltext von Abflüssen bei US-gelisteten Spot-Krypto-ETFs: Am 30. Januar wurden laut CoinDesk insgesamt nahezu 1 Mrd. US-Dollar an kombinierten Abflüssen aus Bitcoin- und Ethereum-ETFs registriert.
Konkrete Termine im Februar
Für die nächsten Wochen stehen mehrere Ereignisse im Kalender, die die technische Erzählung mit Leben füllen sollen:
- 9. Februar 2026: MegaETH-Mainnet-Launch („Real-Time“-Scaling-Test)
- 10.–12. Februar 2026: Consensus Hong Kong
- 17.–21. Februar 2026: EthDenver
Unterm Strich zeichnet sich damit ein klarer Schwerpunkt ab: Ethereum priorisiert Skalierung, Sicherheits-Resilienz (bis hin zu Post-Quantum) und neue Standards wie ERC-8004 – und liefert bereits im Februar mehrere konkrete Meilensteine, an denen sich der Fortschritt messen lassen dürfte.
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