Sieben Handelstage in Folge Netto-Abflüsse aus US-amerikanischen Spot-ETFs – und das ausgerechnet in einer Phase, in der Ethereum technisch so ambitioniert aufgestellt ist wie seit dem Merge nicht mehr. Das Glamsterdam-Upgrade verspricht einen Quantensprung bei Skalierbarkeit und Transaktionskosten. Der Markt quittiert das bislang mit Verkäufen.

ETF-Abflüsse auf breiter Front

Am 26. März zogen Anleger per Saldo 189,3 Millionen US-Dollar aus Ethereum-Spot-ETFs ab. Den größten Einzelbeitrag lieferte BlackRocks ETHA mit 140,2 Millionen US-Dollar, gefolgt von Fidelitys FETH (24 Mio.), Grayscales ETHE (13,8 Mio.), dem Grayscale Mini Trust ETH (6,2 Mio.) sowie Bitwises ETHW (5,1 Mio.).

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Der Abverkauf spiegelt ein breiteres Marktumfeld wider: Steigende Treasury-Renditen, ein stärkerer US-Dollar und ein Energieschock durch den Strait-of-Hormuz-Konflikt – Brent-Rohöl liegt inzwischen über 100 US-Dollar – belasten Risikoaktiva generell. ETH reagierte mit einem Tagesverlust von rund 4,5 Prozent und notiert aktuell knapp über 2.000 US-Dollar, etwa 40 Prozent unter dem Oktober-2025-Hoch.

Im Vergleich zu Bitcoin-ETFs, die zuletzt widerstandsfähiger waren, fällt Ethereums Schwäche auf. Marktbeobachter werten dies als mögliches Zeichen, dass institutionelle Investoren Ethereum-spezifische Risiken – etwa regulatorische Unsicherheiten oder Skalierungsfragen – stärker gewichten.

Glamsterdam: Technisch ambitioniert, preislich noch nicht eingepreist

Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für das Glamsterdam-Hard-Fork auf Hochtouren. Das für die erste Jahreshälfte 2026 geplante Upgrade zielt auf 10.000 Transaktionen pro Sekunde und eine Reduktion der Gasgebühren um 78,6 Prozent. Zwei technische Kernbausteine treiben das an: EIP-7732 (ePBS) verlagert die Koordination zwischen Block-Proposern und -Buildern ins Protokoll selbst, während EIP-7928 mit Block-Level Access Lists den State-Zugriff vorab deklarierbar macht. Die Ethereum Foundation hat bereits drei EIPs auf Devnet-4 getestet; der Übergang zu Devnet-5 steht unmittelbar bevor.

Ob Glamsterdam in einen nachhaltigen Preisimpuls mündet, hängt auch vom Zinsumfeld ab. Die Fed hält die Zinsen bei 3,5 bis 3,75 Prozent – was Ethereums Staking-Rendite von 3,2 Prozent nur marginal attraktiver macht als risikofreie Alternativen. Immerhin: Über 37 Millionen ETH – rund 30,6 Prozent des umlaufenden Angebots – sind bereits gestakt, und BlackRocks gestaktes Ether-ETP verzeichnete trotz des aktuellen Abschwungs zuletzt Zuflüsse. Der institutionelle Staking-Case baut sich also weiter auf, auch wenn der Spot-Markt das noch nicht honoriert.

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