Ethereum: Durchbruch gelungen?
Die zweitgrößte Kryptowährung überschritt am Mittwoch die psychologisch wichtige Marke von 3.000 Dollar und legte in den asiatischen Handelsstunden um 2 Prozent zu. Dahinter stehen nicht nur ein schwächerer Dollar, sondern auch fundamentale Entwicklungen im Netzwerk selbst: Rekordaktivität bei historisch niedrigen Gebühren.
Institutionelles Interesse kehrt zurück
US-Ethereum-ETFs verzeichneten am 26. Januar Nettozuflüsse von 117 Millionen Dollar – nach vier Tagen mit Abflüssen. Fidelity führte mit 137 Millionen Dollar die Bewegung an, während BlackRock zeitgleich Mittel abzog. Die unterschiedlichen Positionierungen zeigen: Institutionelle Anleger agieren selektiv, nicht pauschal. Ob die Trendwende bei den ETF-Zuflüssen Bestand hat oder nur eine kurzfristige Umschichtung darstellt, wird die kommenden Handelstage zeigen.
Netzwerkaktivität auf Allzeithoch
Mitte Januar verarbeitete das Ethereum-Netzwerk an einem einzigen Tag 2,89 Millionen Transaktionen – ein neuer Rekord. Die gestiegene Aktivität hat allerdings nicht zu höheren Gebühren geführt. Im Gegenteil: Laut Glassnode-Daten sanken die Transaktionsgebühren am 27. Januar auf den niedrigsten Stand seit Mai 2017.
Diese Kombination aus Rekordaktivität und minimalen Kosten ist bemerkenswert. Historisch gingen vergleichbare Phasen niedriger Gebühren den großen Wachstumsschüben von 2017 und 2021 voraus. Die verbesserte Skalierbarkeit des Netzwerks – auch durch Layer-2-Lösungen – zeigt erste Früchte.
Bei der Validierung zeigt sich ein stabiles Bild: Die Exit-Queue für Staker ist auf null gesunken, Abhebungen sind nun praktisch sofort möglich. Die Entry-Queue bleibt lang, was auf anhaltend solide, aber nicht euphorische Staking-Aktivität hindeutet.
Quantensicherheit wird strategische Priorität
Die Ethereum Foundation verkündete am 26. Januar eine bedeutende Neuausrichtung: Quantensichere Kryptografie rückt ins Zentrum der Entwicklung. Ein dediziertes Team unter Leitung von Thomas Coratger wurde gebildet. Die Foundation setzt zwei Millionen Dollar Preisgeld aus – je eine Million für die Stärkung der Poseidon-Hash-Funktion und für kryptografische Proximity-Probleme. Mehrere unabhängige Teams testen bereits quantensichere Konsens-Netzwerke. Ab Februar beginnen zweiwöchentliche Governance-Calls zum Thema.
Ethereum ist zudem dem neu gegründeten Quantum Advisory Board von Coinbase beigetreten. Die Initiative zeigt: Das Netzwerk bereitet sich proaktiv auf potenzielle Bedrohungen durch Quantencomputer vor.
Technisches Bild bleibt fragil
Die Liquidität konzentriert sich um 2.900 und 2.850 Dollar, wo größere Kauforders von institutionellen Anlegern platziert sind. Diese Zonen haben zuletzt als Auffangnetz gedient. Allerdings zeigen Momentum-Indikatoren Schwäche: Der MACD gibt bärische Signale, der RSI verharrt im 40er-Bereich. Entscheidend wird, ob Ethereum die 3.000-Dollar-Marke nachhaltig überschreiten kann. Gelingt der Ausbruch, wäre die Widerstandszone zwischen 3.200 und 3.400 Dollar das nächste Ziel.
Der schwächere Dollar – der Dollar-Index fiel auf 95,5 und damit auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren – stützt zwar Risikoanlagen, doch Kryptowährungen profitieren bisher weniger als Edelmetalle wie Gold und Silber.
JPMorgan-Analysten um Nikolaos Panigirtzoglou bleiben skeptisch. Sie verweisen darauf, dass frühere Ethereum-Upgrades die Netzwerkaktivität langfristig nicht nachhaltig steigern konnten. Auch das jüngste Fusaka-Upgrade nach den vorherigen Pectra- und Dencun-Updates habe lediglich einen kurzfristigen Aktivitätsschub ausgelöst.
Am Mittwoch folgt die Fed-Entscheidung. Die meisten Marktteilnehmer erwarten eine Zinspause, was Risikoanlagen weiteren Rückenwind geben könnte. Für Ethereum steht fest: Die fundamentalen Daten stimmen, doch die technische Bewährungsprobe über 3.000 Dollar steht noch aus.
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