Der Ethereum-Kurs steht bei rund 3.086 US-Dollar und bewegt sich seit Tagen in einer engen Spanne. Nach einem vielversprechenden Jahresauftakt mit massiven ETF-Zuflüssen folgte eine abrupte Trendwende: Investoren zogen binnen drei Tagen 351 Millionen Dollar aus Ethereum-ETFs ab. Gleichzeitig zeigt sich das Netzwerk technisch stark wie nie – ein Widerspruch, der Fragen aufwirft.

ETF-Flows drehen ins Negative

Die erste Handelswoche 2026 begann euphorisch. Allein in den ersten beiden Januartagen flossen über 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin- und Ethereum-ETFs. Bei Ethereum summierten sich die Zuflüsse vom 2. bis 6. Januar auf beachtliche 457 Millionen Dollar.

Ab dem 7. Januar kippte die Stimmung jedoch schlagartig. An drei aufeinanderfolgenden Handelstagen verzeichneten Ethereum-ETFs Abflüsse von 98, 159 und 94 Millionen Dollar. Unter dem Strich blieb für die Woche ein Plus von 106 Millionen Dollar – doch die Dynamik hat sich gedreht.

Bei Bitcoin-ETFs fiel die Korrektur noch drastischer aus: Über 1,3 Milliarden Dollar flossen ab und machten die Gewinne vom Jahresstart nahezu zunichte.

Netzwerk-Upgrade steigert Kapazität

Während sich der Kurs seitwärts bewegt, macht das Ethereum-Netzwerk technische Fortschritte. Am 7. Januar ging das BPO2-Upgrade live und erhöhte das maximale Blob-Limit von 15 auf 21. Die Neuerung entlastet Layer-2-Lösungen, indem Nodes nur noch Teile der Blob-Daten speichern müssen.

"BPO2 is live! Blob limit is now 21", verkündete Terence Tsao von Arbitrums Offchain Labs. Ein Entwurf sieht vor, das Blob-Target bereits im April 2026 auf bis zu 72 anzuheben.

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Für 2026 stehen zwei weitere große Upgrades an:

  • Glamsterdam (erste Jahreshälfte): Verbesserte Transaktionsabwicklung und Infrastruktur für parallele Verarbeitung
  • Hegota (zweite Jahreshälfte): Fortsetzung der Skalierungs-Roadmap

Staking-Aktivität auf Rekordniveau

Die On-Chain-Daten zeichnen ein gemischtes Bild. Am 7. Januar verzeichnete Ethereum einen der höchsten Anstiege neuer Adressen seiner Geschichte – ein Zeichen für wachsende Adoption, das Analysten jedoch oft als Vorbote kurzfristiger Korrekturen werten.

Die Staking-Metriken sprechen eine andere Sprache: Die Exit-Queue fiel auf ein 6-Monats-Tief von nur 32 Validatoren, während die Entry-Queue ein 2-Jahres-Hoch erreichte. Über 3 Milliarden Dollar sind mittlerweile gestaked, die Teilnahmequote liegt bei 99,99 Prozent. Offenbar setzen Halter auf langfristige Positionen statt auf aktiven Handel.

Dominanz bei DeFi und tokenisierten Assets

Im DeFi-Sektor behauptet Ethereum seine Führungsposition. Auf dem Netzwerk laufen Stablecoins im Wert von rund 171 Milliarden Dollar. Tokenisierte Real-World-Assets (RWA) erreichen einen Wert von 12,6 Milliarden Dollar, darunter 4,6 Milliarden Dollar in tokenisierten US-Staatsanleihen – der größte Anteil im Krypto-Sektor.

2025 trieben zudem mehrere Fintech-Integrationen die Adoption voran: Coinbase startete Morpho-gestützte Bitcoin-Kredite, Robinhood nutzt Arbitrum für tokenisierten Aktienhandel in Europa, Revolut integrierte Uniswap für Krypto-Käufe.

Ausblick auf die kommenden Monate

Die Analystenmeinungen gehen weit auseinander. Tom Lee von Fundstrat Global Advisors hält 9.000 Dollar für erreichbar – ein Plus von 177 Prozent. Motley Fool prognostiziert konservativer 4.000 Dollar für 2026 und verweist auf technische Upgrades sowie die wachsende Adoption tokenisierter Assets.

On-Chain-Analysten warnen indes vor einer möglichen Korrektur in Richtung 2.600 bis 2.800 Dollar, bevor der langfristige Aufwärtstrend wieder aufgenommen wird. Als Warnsignale nennen sie fehlende Kapitulation bei Kleinanlegern und Divergenzen bei Meme-Coin-Metriken. Das Glamsterdam-Upgrade in den kommenden Monaten könnte neue Impulse setzen.

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