Ethereum kämpft aktuell mit starkem Gegenwind und ist unter die psychologisch wichtige Marke von 3.000 US-Dollar gerutscht. Getrieben von geopolitischen Spannungen und Zweifeln an der Qualität der jüngsten Netzwerkaktivität, haben Anleger Gewinne realisiert. Während institutionelle Investoren die Schwäche scheinbar zum Nachkaufen nutzen, sorgen Berichte über manipulierte Nutzerdaten für Verunsicherung am Markt.

Flucht in sichere Häfen

Das Marktumfeld für Risikoanlagen hat sich spürbar eingetrübt. Geopolitische Unsicherheiten und erneute Zolldrohungen seitens US-Präsident Trump haben eine klassische "Risk-off"-Stimmung ausgelöst. Kapital fließt verstärkt aus Kryptowährungen in traditionelle sichere Häfen wie Gold. Dieser makroökonomische Druck traf Ethereum zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Als der Kurs unter 3.100 US-Dollar fiel, löste dies eine Kaskade von Stop-Loss-Orders bei gehebelten Long-Positionen aus, die den Abverkauf technisch beschleunigten. Aktuell notiert die Kryptowährung bei 2.990,12 US-Dollar und liegt damit seit Jahresbeginn leicht im Minus.

Zweifel an Rekorddaten

Zusätzlich belasten Berichte über die Substanz der jüngsten Rekordzahlen die Stimmung. Zwar verzeichnete Ethereum in der vergangenen Woche so viele tägliche Transaktionen wie nie zuvor, doch Analysen deuten darauf hin, dass rund 80 Prozent dieses Wachstums künstlich sind.

Der unabhängige Forscher Andrey Sergeenkov führt diesen Anstieg auf eine groß angelegte "Address Poisoning"-Kampagne zurück. Dabei nutzen Betrüger die durch das jüngste Fusaka-Upgrade gesunkenen Gebühren, um massenhaft gefälschte Transaktionen zu generieren. Ziel ist es, Nutzer durch ähnlich aussehende Wallet-Adressen zu Fehlüberweisungen zu verleiten. Diese Erkenntnis dämpft die Euphorie über die scheinbar hohe Netzwerkadoptionsrate erheblich.

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Institutionelle Anleger bleiben ruhig

Trotz der Preiskorrektur und der Bedenken hinsichtlich der On-Chain-Daten zeigen sich Großanleger unbeeindruckt. BitMine Immersion Technologies stockte seine Bestände in der vergangenen Woche um Ethereum im Wert von 108 Millionen US-Dollar auf. Auch die US-Spot-ETFs verzeichnen seit Jahresbeginn Zuflüsse von über 415 Millionen US-Dollar.

Im Staking-Bereich gibt es ebenfalls keine Anzeichen von Panikverkäufen. Die Warteschlange für Validatoren, die ihre Anteile abziehen wollen, ist leer, während das Interesse am Neueinstieg bestehen bleibt. Dies deutet darauf hin, dass langfristig orientierte Investoren Vertrauen in die Infrastruktur behalten.

Für die kurzfristige Entwicklung ist nun entscheidend, ob die Unterstützung bei 2.900 US-Dollar verteidigt werden kann. Ein Bruch dieser Zone könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen, während eine schnelle Rückeroberung der 3.000-Dollar-Marke notwendig wäre, um das technische Bild wieder aufzuhellen. Langfristig fokussiert sich die Roadmap für 2026 laut Co-Gründer Vitalik Buterin auf Verbesserungen bei Privatsphäre und Dezentralisierung, um das Netzwerk widerstandsfähiger zu machen.

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