EOS Aktie: Ein Rückschlag
Electro Optic Systems (EOS) kommt nicht zur Ruhe. Ein vernichtender Bericht des Shortsellers Grizzly Research setzt der australischen Rüstungsaktie massiv zu und sorgt für tiefe Verunsicherung bei Anlegern. Während der Kurs weiter abrutscht, stellt sich die entscheidende Frage: Kann das Unternehmen die schweren Anschuldigungen bezüglich eines Großauftrags entkräften oder droht ein weiterer Vertrauensverlust?
Kursrutsch setzt sich fort
Der Verkaufsdruck hält unvermindert an. Am Donnerstag verbuchte die Aktie ein Minus von 7,81 Prozent und schloss bei 6,14 Australischen Dollar (AUD). Damit summieren sich die Verluste seit dem Allzeithoch von 11,02 AUD Mitte Januar auf über 44 Prozent. Trotz des jüngsten Ausverkaufs steht auf Jahressicht immer noch ein sattes Plus von rund 365 Prozent zu Buche – ein Polster, das angesichts der aktuellen Dynamik jedoch rapide schmilzt.
Angriff der Leerverkäufer
Auslöser der Talfahrt ist eine Anfang Februar veröffentlichte Analyse von Grizzly Research. Die US-Leerverkäufer bezeichnen einen 80-Millionen-Dollar-Vertrag mit einem namentlich nicht genannten südkoreanischen Kunden als „vorsätzlich irreführend und völlig unrealistisch“. Recherchen zufolge soll es sich bei dem Käufer lediglich um einen kleinen Anbieter für Landwirtschaftsdrohnen handeln. Grizzly bezweifelt, dass dieser Kunde über die nötige Bonität für ein solches Auftragsvolumen verfügt.
Das EOS-Management reagierte scharf auf die Vorwürfe und bezeichnete den Bericht als „manipulativ und abwertend“. Juristen in Australien und Deutschland prüfen derzeit rechtliche Schritte gegen die Verfasser. Dennoch musste das Unternehmen im jüngsten Update einräumen, dass bei dem kritisierten Auftrag noch Klärungsbedarf besteht: Die erwartete Anzahlung wurde auf Februar oder März verschoben.
Strategische Unsicherheit
Zusätzlich zur Short-Attacke sorgen Spekulationen über die Unternehmensstruktur für Unruhe. Berichten zufolge erwägt EOS, den Hauptsitz und die Börsennotierung nach Europa zu verlegen, um von den dort steigenden Verteidigungsausgaben zu profitieren. Diese potenzielle Neuausrichtung geschieht vor dem Hintergrund einer globalen Aufrüstungswelle, von der EOS operativ eigentlich profitieren sollte.
Für Anleger liegt der Fokus nun auf den kommenden Wochen. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob die versprochene Anzahlung aus Südkorea tatsächlich bis März eintrifft. Ein Ausbleiben der Gelder würde die Argumentation der Shortseller bestätigen und die Glaubwürdigkeit des Managements weiter untergraben.
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