Electro Optic Systems (EOS) hat sich gegen Vorwürfe des Short-Sellers Grizzly Research gewehrt – und liefert dazu auffällig konkrete Zahlen. Der Markt honorierte die Stellungnahme nach der Handelspause mit einem spürbaren Kursplus. Doch wie belastbar sind die wichtigsten Streitpunkte rund um Aufträge und Bilanzdarstellung?

  • Handel nach Aussetzung wieder aufgenommen, Schlusskurs: 6,71 AUD (+11,83%)
  • Grizzly-Report stellte u. a. Verträge und Finanzberichterstattung in Frage
  • EOS: Umstrittener Korea-Deal sei bedingt und nicht im gesicherten Auftragsbestand enthalten

Der Kern der Vorwürfe – und die Antwort

Der Handel in der Aktie lief am Dienstag wieder an, nachdem sie in der Vorwoche ausgesetzt worden war. Auslöser der Turbulenzen war ein Report von Grizzly Research von Freitag, der Zweifel an einzelnen Verträgen und an der Finanzkommunikation nährte.

EOS konterte nun vor allem bei einem zentralen Punkt: einem bedingt abgeschlossenen Vertrag mit einem südkoreanischen Kunden im Umfang von rund 80 Mio. US-Dollar. Das Unternehmen betonte, die Vereinbarung sei an konkrete Bedingungen geknüpft und daher nicht in den offiziell gemeldeten gesicherten Auftragsbestand („secured order book“) eingerechnet worden.

Diesen bezifferte EOS zum 31. Dezember 2025 auf 459 Mio. AUD – ausdrücklich ohne den genannten, umstrittenen Vertrag.

Liquidität, Kreditlinie und MARSS-Übernahme

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Zusätzlich legte EOS Zahlen zu Liquidität und Finanzierung nach. Zum Jahresende 2025 meldete das Unternehmen 107 Mio. AUD Cash. Außerdem verfüge der Rüstungskonzern über keine in Anspruch genommene Verschuldung und habe weiterhin Zugriff auf eine Kreditfazilität über 100 Mio. AUD.

Auch die Übernahme von MARSS verteidigte EOS. Nach eigenen Angaben habe die Prüfung („Due Diligence“) historische Umsätze von rund 243 Mio. Euro für den Zeitraum 2020 bis 2025 bestätigt. Damit stellt sich EOS gegen die Darstellung des Short-Sellers zur Finanzlage der übernommenen Firma.

Juristische Schritte – und der Blick auf die Aktie

EOS bezeichnete den Grizzly-Report als manipulativ und verwies darauf, dass Grizzly Research eine Short-Position halte und bei fallenden Kursen profitieren würde. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben Rechtsberater in Australien und Deutschland eingeschaltet, um mögliche Verstöße gegen Gesellschaftsrecht zu prüfen und Optionen für rechtliche Schritte auszuloten.

Trotz der Erholung am Dienstag bleibt die Aktie seit Jahresbeginn deutlich unter Druck: Per Schlusskurs lag die Jahresperformance bei -36,44%. Die Marktkapitalisierung wurde mit rund 1,29 Mrd. AUD angegeben.

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