Novo Nordisk hat am Montag eine aggressive Preis-Offensive gestartet und seine orale Abnehmpille Wegovy in den USA für 149 Dollar pro Monat auf den Markt gebracht. Die Folge: Eli Lilly verlor binnen Stunden 3,6 Prozent an Wert, während der breite Markt zulegte. Der Konzern steht nun unter Zugzwang – denn sein eigenes orales Konkurrenzprodukt ist noch nicht zugelassen.

Novo Nordisk prescht vor

Der dänische Rivale setzt auf eine klare Strategie: Mit der niedrigen Einstiegsdosis von 1,5 Milligramm zu 149 Dollar monatlich zielt Novo Nordisk direkt auf Selbstzahler ab. Eli Lillys vergleichbares Präparat Orforglipron befindet sich dagegen noch im FDA-Prüfprozess. Eine Zulassung wird frühestens im zweiten Quartal 2026 erwartet.

Investoren befürchten, dass Novo Nordisk bis dahin wertvolle Marktanteile im lukrativen Segment der oralen Adipositas-Medikamente erobert. Die Aktie rutschte im Handelsverlauf zeitweise auf 1.033 Dollar – bei fast doppeltem Handelsvolumen gegenüber dem Durchschnitt.

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Rechtliche Belastung aus Indiana

Parallel verschärft eine Klage des Generalstaatsanwalts von Indiana die Stimmung. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Insulinpreise manipuliert zu haben. Die rechtliche Unsicherheit lieferte Leerverkäufern zusätzliche Argumente und verstärkte den Abwärtsdruck.

Analysten bleiben optimistisch

Leerink Partners hält trotz des Rücksetzers an seiner bullishen Einschätzung fest. Das Kursziel wurde von 1.104 auf 1.234 Dollar angehoben – ein Aufwärtspotenzial von 18 Prozent. Die Begründung: Für 2027 rechnet die Investmentbank mit Umsätzen von 94,3 Milliarden Dollar, sechs Prozent über dem Konsens. Zudem könnten Phase-3-Ergebnisse für das Adipositas-Mittel Retatrutide im zweiten Quartal 2026 neue Impulse liefern.

Die Bewertung bleibt allerdings anspruchsvoll. Mit einem Forward-KGV von 32,15 liegt Eli Lilly deutlich über dem Branchendurchschnitt von 14,5. Der Markt preist hohes Wachstum ein – verlangt dafür aber auch Lieferung.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Am 5. Februar folgen die Zahlen zum vierten Quartal. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von rund 7,30 Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 liegt die Konsensschätzung zwischen 23,00 und 23,70 Dollar je Aktie. Die Marke von 1.050 Dollar, die zuletzt unterschritten wurde, dürfte kurzfristig als technische Unterstützung dienen.

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