Electro Optic Systems (EOS) stellt sein Geschäftsmodell breiter auf und steigt mit einer Übernahme in das Geschäft kompletter Anti-Drohnen-Systeme ein. Heute meldete das Unternehmen den Kauf der europäischen MARSS-Gruppe, einem Anbieter von KI-gestützter Abwehrtechnologie gegen Drohnen. Die Aktie reagierte im späten Vormittagshandel mit einem moderaten Plus von 0,9 Prozent.

Deal-Struktur und Finanzierung

Kern des heute veröffentlichten Vertrags ist der Erwerb des MARSS-Geschäfts im Rahmen eines Asset-Deals.

Wichtige Eckpunkte der Transaktion:

  • Sofortzahlung von 36 Mio. US-Dollar (rund 54 Mio. AUD) in bar
  • Finanzierung überwiegend aus bestehenden liquiden Mitteln
  • Zusätzlich mögliche Earn-out-Komponente von bis zu 100 Mio. Euro
  • Earn-out abhängig von zukünftigen, von MARSS erzielten Neugeschäften

Mit dem Kauf übernimmt EOS die zentrale MARSS-Technologie, darunter die proprietäre NiDAR-Command-and-Control-Plattform, Sensor-Fusion- und KI-Software, zugehörige Kundenverträge, geistiges Eigentum sowie die Belegschaft.

Das Unternehmen rechnet damit, dass sich die Übernahme im Geschäftsjahr 2026 per saldo weitgehend neutral auf Ergebnis und operativen Cashflow auswirkt. Der Abschluss der Transaktion wird im Laufe des Jahres 2026 erwartet, vorbehaltlich üblicher Genehmigungen durch Behörden, Kunden und weitere Stellen.

Strategische Einordnung

Mit MARSS vollzieht EOS einen deutlichen strategischen Schritt entlang der Wertschöpfungskette. Statt primär einzelne Sensoren und Hardware-Komponenten zu liefern, will das Unternehmen künftig als Anbieter durchgängiger, schlüsselfertiger Abwehrlösungen gegen Drohnen auftreten.

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Im Zentrum steht die Integration der KI-basierten NiDAR-Plattform. EOS soll damit eine vollständige „Detect, Identify, Decide, Defeat“-Fähigkeit anbieten können – also Erkennung, Identifikation, Entscheidungsunterstützung und Bekämpfung von Bedrohungen aus einer Hand. Das erweitert die Möglichkeiten, als Hauptauftragnehmer für umfangreiche Programme im militärischen Bereich, in der inneren Sicherheit und beim Schutz kritischer ziviler Infrastruktur wie Flughäfen oder Kraftwerke aufzutreten.

Die Transaktion erfolgt vor dem Hintergrund einer weltweit wachsenden Nachfrage nach Systemen zur Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge (C‑UAS). Mit MARSS stärkt EOS vor allem seine internen Software- und KI-Kompetenzen und verbreitert seine geografische Präsenz.

Ein zentrales technisches Ziel ist die Einbettung von NiDAR in das bestehende Portfolio ferngesteuerter Waffensysteme. Geplant sind vernetzte Systeme, die Fahrzeugverbänden einen hemisphärischen Schutz gegen Drohnenangriffe bieten sollen – ein Angebot, das im aktuellen Marktumfeld noch als neuartig gilt.

Ausblick und nächste Schritte

Kurzfristig liegt der Schwerpunkt auf der Erlangung der notwendigen Genehmigungen und der detaillierten Integrationsplanung für Technologie und Personal von MARSS. Mittel- bis langfristig wird sich der Erfolg der Übernahme daran messen lassen, inwieweit EOS die erweiterten Fähigkeiten in größere Aufträge als führender Systemintegrator umsetzen kann.

Weitere Details zur Integrationsstrategie und zu erwarteten Synergien will das Management voraussichtlich im Rahmen des nächsten Zahlenwerks vorstellen. Der nächste Quartalsbericht ist für Anfang März angesetzt.

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