Dogecoin ist mit einem deutlichen Stimmungswechsel ins Jahr 2026 gestartet. Nach einem kurzen Aufbäumen Anfang Januar dominieren inzwischen wieder Verkäufer, sowohl am Spotmarkt als auch im Derivatehandel. Vor allem der Rückzug spekulativer Gelder und ein klares Verkaufssignal im Chartbild setzen den Meme-Coin unter Druck.

Schwacher Jahresauftakt trotz kurzer Rally

Zu Jahresbeginn konnte Dogecoin kurzfristig in Richtung 0,15 US‑Dollar anziehen. Diese Bewegung hielt jedoch nicht lange: Seit dem Zwischenhoch steht der Coin klar im Rückwärtsgang, der wichtige Bereich um 0,14 US‑Dollar wurde nachhaltig nach unten durchbrochen.

Aktuell notiert Dogecoin bei 0,13 US‑Dollar und damit rund 53 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 0,27 US‑Dollar. Vom 50‑Tage-Durchschnitt ist der Kurs knapp 8 % entfernt, der RSI von 35,8 signalisiert eine bereits fortgeschrittene Schwächephase, aber noch keinen extrem überverkauften Zustand.

Der Bruch der 0,14‑US‑Dollar-Zone war technisch bedeutsam: Am 16. Januar setzte starker Abgabedruck ein, das Handelsvolumen lag mehr als doppelt so hoch wie im 24‑Stunden-Schnitt. Marktbeobachter werten dies als Zeichen aktiver Distribution statt einer ruhigen Seitwärtsphase.

Futures-Markt: Spekulanten ziehen sich zurück

Ein wichtiger Treiber der aktuellen Schwäche ist der Derivatemarkt. Laut CoinGlass ist das Open Interest in DOGE-Futures innerhalb von zwei Tagen um rund 19 % gefallen – von 1,78 auf 1,44 Milliarden US‑Dollar.

Open Interest misst die ausstehenden, noch nicht geschlossenen Kontrakte. Ein so deutlicher Rückgang deutet auf abnehmende spekulative Aktivität hin. Weniger frisches Kapital im Futures-Markt schwächt in der Regel den Aufwärtsdruck und nimmt dem Markt einen Teil seiner Dynamik. Das passt zum aktuellen Bild: Aufwärtsbewegungen werden rasch abverkauft, größere Trendimpulse bleiben aus.

Chartbild: Bärisches Doppeltop

Technisch hat sich im Tageschart ein klassisches Doppeltop herausgebildet. Dogecoin scheiterte zwei Mal im gleichen Widerstandsbereich, ohne ein höheres Hoch auszubilden – ein typisches Muster für nachlassende Kaufkraft.

Mehrere Indikatoren stützen dieses bärische Szenario:

  • MACD: Die Linien zeigen nach unten, was auf negative Dynamik hindeutet.
  • Aroon-Indikator: Aroon Down bei 92,86 %, Aroon Up bei 0 % – ein klares Signal für dominierende Verkäufer.
  • Börsenbestände: Laut Nansen stieg die bei Börsen gehaltene DOGE-Menge in den letzten 30 Tagen um 8,4 % auf 31,4 Millionen Token – ein Hinweis darauf, dass mehr Coins potenziell verkaufsbereit sind.

Um dieses Muster zu neutralisieren, wäre eine Rückeroberung und Bestätigung höherer Niveaus nötig. Im Originaltext werden vor allem 0,1420, 0,1450 und darüber 0,154 US‑Dollar als wichtige Marken genannt, an denen sich entscheidet, ob die Bären das Ruder behalten.

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Makro-Belastung und Risikoaversion

Die aktuelle Schwäche ist nicht nur ein Dogecoin-spezifisches Thema. Das gesamte Kryptosegment steht unter Druck, nachdem US‑Präsident Donald Trump mit neuen Strafzöllen gegen europäische Partner im Zusammenhang mit dem Grönland-Streit gedroht hat.

Solche geopolitischen Spannungen schieben Investoren häufig in sichere Häfen. Risikoanlagen – und dazu zählen hochspekulative Meme-Coins – geraten dann schnell ins Hintertreffen. Dogecoin leidet hier besonders, weil der Coin kaum fundamentale Nutzungsmöglichkeiten jenseits seiner Community aufweist und damit stark von der allgemeinen Risikobereitschaft abhängt.

On-Chain-Daten und institutionelle Produkte

Interessant ist, dass die Blockchain-Daten zu Jahresbeginn zunächst robuster wirkten:

  • Aktive Adressen stabilisierten sich nach einem Rückgang Ende 2025.
  • Der in der Dogecoin-Ökosphäre gebundene Wert (TVL) stieg über 15 Millionen US‑Dollar.
  • Große Adressen („Wale“) kehrten Anfang Januar zeitweise in den Akkumulationsmodus zurück.

Diese positiven Signale wurden allerdings von der jüngsten Verkaufswelle und dem Rückgang im Futures-Markt überlagert. Die zuvor gemeldete Verdreifachung der On-Chain-Aktivität entpuppte sich eher als kurzer Ausschlag denn als nachhaltiger Trend.

Parallel dazu entstehen erste institutionelle Vehikel rund um Dogecoin. Spezialisierte Produkte wie ein 2x‑Dogecoin-ETF sowie Zuflüsse in regulierte DOGE-Fonds von Anbietern wie Bitwise und Grayscale verleihen dem Coin eine dünne Schicht institutioneller Akzeptanz. Die Volumina bewegen sich zwar nur im Millionenbereich und damit weit unter den Größenordnungen von Bitcoin, doch sie zeigen, dass einige professionelle Anleger Dogecoin als Stimmungsbarometer und spekulative Satellitenposition nutzen.

Strukturprobleme und Community-Faktor

Dogecoin kann weiterhin auf eine sehr große Community bauen: Der offizielle X‑Account zählt rund 4,3 Millionen Follower und liegt damit sogar über Ethereum. Diese Reichweite sorgt immer wieder für kurzfristige Aufmerksamkeitsschübe.

Dem gegenüber stehen jedoch mehrere strukturelle Bremsen:

  • Unbegrenztes Angebot: Jährlich kommen etwa 5 Milliarden neue DOGE hinzu. Ohne konstant hohe Nachfrage lastet dieser Angebotsdruck auf dem Kurs.
  • Begrenzte DeFi-Nutzung: Im Gegensatz zu Netzwerken wie Solana oder Ethereum gibt es nur eine kleine Entwickler-Community und wenige größere DeFi-Anwendungen.
  • Hohe Bitcoin-Korrelation: In Phasen, in denen Bitcoin stärker korrigiert, zählen Meme-Coins erfahrungsgemäß zu den ersten Abgabekandidaten.

Diese Faktoren erklären, warum Dogecoin in Risiko-off-Phasen häufig stärker unter Druck steht als größere, breiter genutzte Krypto-Projekte.

Ausblick: Entscheidende Marken im Blick

Für eine spürbare Entspannung müsste Dogecoin aus technischer Sicht zunächst die Zone um 0,1420 und 0,1450 US‑Dollar zurückerobern und anschließend einen stabilen Schlusskurs über 0,154 US‑Dollar etablieren. Erst dann wäre das aktuelle Doppeltop deutlich infrage gestellt und Raum für einen neuen Aufwärtsversuch vorhanden.

Auf der Unterseite beobachten Trader vor allem die psychologisch wichtige Marke von 0,10 US‑Dollar. Ein Bruch dieses Bereichs könnte den Abwärtstrend beschleunigen, weil aus einer bislang stützenden Zone dann ein neuer Widerstand wird. In den kommenden Wochen dürften vor allem die weitere Entwicklung der geopolitischen Lage und mögliche Fortschritte bei der US‑Regulierung des Kryptomarktes bestimmen, ob Dogecoin im Modus der aktiven Distribution bleibt oder die Käufer wieder Oberwasser gewinnen.

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