Der ESG-Technologieanbieter Diginex erlebt an der Börse derzeit ein Debakel. Innerhalb nur einer Woche schmolz die Marktkapitalisierung um über 40 Prozent zusammen. Auslöser für den massiven Abverkauf sind zwei strategische Übernahmen, deren Finanzierung bei den Anlegern die Alarmglocken schrillen lässt. Statt Euphorie herrscht nackte Angst vor Verwässerung.

Der Kursverfall vollzog sich rasant: Notierte die Aktie am 12. Januar noch bei 3,08 USD, steht sie heute nur noch im Bereich von 2,17 USD. Noch drastischer zeigt sich das Bild beim Börsenwert. Von der Bewertung in Höhe von 765,39 Millionen USD am 8. Januar sind aktuell rechnerisch nur noch rund 440 Millionen USD übrig.

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Verwässerung verschreckt Investoren

Verantwortlich für den Kursrutsch ist die aggressive Expansionsstrategie des Unternehmens. Am 14. Januar meldete Diginex den Abschluss der Übernahme von PlanA.earth, einem Anbieter für CO2-Bilanzierungssoftware. Das Volumen des Deals beläuft sich auf 55 Millionen Euro. Kritisch bewerten Marktteilnehmer jedoch die Struktur der Zahlung: Lediglich 3 Millionen Euro flossen in bar. Der Großteil von rund 52 Millionen Euro wurde durch die Ausgabe von etwa 6,72 Millionen neuen Aktien beglichen.

Bereits am 8. Januar hatte Diginex die Akquisition von "The Remedy Project" finalisiert und dafür ebenfalls eine Million neue Anteilscheine ausgegeben. Diese massive Erhöhung der Aktienanzahl führt zu einer signifikanten Verwässerung (Dilution) der Altaktionäre. Die Reaktion des Marktes fiel entsprechend hart aus: Die strategische Logik einer "End-to-End"-Plattform für Nachhaltigkeitsdaten trat angesichts der Kapitalmaßnahmen in den Hintergrund.

Wichtige Unterstützung im Fokus

Zwar bringt die Integration von PlanA.earth prominente neue Investoren wie Visa und die Deutsche Bank ins Spiel, doch kurzfristig dominiert die Skepsis. Der Absturz beendet abrupt die vorangegangene Rallye und macht Diginex in dieser Woche zu einem klaren Underperformer im eigentlich boomenden RegTech-Sektor.

Für Anleger richtet sich der Blick nun auf die psychologisch wichtige Marke von 2,00 USD. Ein Bruch dieser Unterstützung könnte weiteren technischen Verkaufsdruck auslösen. Eine nachhaltige Bodenbildung dürfte erst eintreten, wenn Diginex in den nächsten Quartalsberichten nachweist, dass die neuen Umsatzströme stark genug sind, um den negativen Effekt der Aktienverwässerung operativ auszugleichen.

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