Die Diginex Aktie steckt in der Krise. Das Londoner RegTech-Unternehmen musste kurz vor Jahresende eingestehen: Zwei von drei geplanten Übernahmen stehen vor dem Aus. Die Aktie reagierte mit einem Absturz um 88% seit Oktober – von knapp 40 auf aktuell 4,50 US-Dollar.

Zwei Deals gescheitert, einer wackelt

Am 23. Dezember veröffentlichte Diginex ein ernüchterndes Update:

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  • Kindred OS: Keine substanziellen Due-Diligence-Unterlagen erhalten – Übernahme faktisch gescheitert
  • Findings (IDRRA Cyber Security): Verhandlungen pausiert, mangelnder Fortschritt bei der Dokumentation
  • Resulticks: Einziger verbleibender Kandidat – finaler Abschluss innerhalb von 30 Tagen angestrebt

Die Resulticks-Übernahme soll ausschließlich über Fremdkapital finanziert werden, um weitere Verwässerung zu vermeiden. Derzeit laufen Verhandlungen mit mehreren Kreditgebern.

Charttechnik signalisiert Schwäche

Der Kursverlauf zeigt die Dimension des Vertrauensverlusts. Allein in den letzten 30 Tagen verlor die Aktie über 44%. Aktuell notiert der Titel bei 4,50 US-Dollar – massiv unter dem 50-Tage-Durchschnitt (11,87 USD) und dem 200-Tage-Durchschnitt (11,01 USD).

Umsatzwachstum täuscht

Die Halbjahreszahlen vom Dezember zeigten auf den ersten Blick beeindruckende 293% Umsatzwachstum auf 2,0 Millionen US-Dollar. Doch der Großteil stammte aus einer einmaligen Lizenzgebühr für die White-Label-Version der diginexESG-Plattform.

Gleichzeitig stieg der operative Verlust von 4,2 auf 6,0 Millionen US-Dollar – getrieben durch M&A-Beratungskosten (+2,2 Mio. USD) und höhere Personalaufwendungen (+0,9 Mio. USD).

Erfolge als Lichtblick

Nicht alle Transaktionen scheiterten. Die Übernahme von Matter DK ApS (Dänemark) wurde im Oktober für rund 13 Millionen US-Dollar in Aktien abgeschlossen. Mitte Dezember folgte der Kaufvertrag für The Remedy Project aus Hongkong, spezialisiert auf Menschenrechts-Due-Diligence in Lieferketten.

Strategisch interessant bleibt die geplante Übernahme von Plan A, einer Berliner Carbon-Accounting-Plattform mit Kunden wie BMW und Deutsche Bank. Der globale Markt für Carbon-Management-Software soll bis 2030 von 16 auf 32 Milliarden US-Dollar wachsen.

Bewertung bleibt fragwürdig

Die Marktkapitalisierung von 1,25 Milliarden US-Dollar steht im krassen Missverhältnis zu den Fundamentaldaten. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 300 impliziert extreme Wachstumserwartungen – die das Unternehmen bislang nicht erfüllt. Weiss Ratings stuft die Aktie mit "Sell" ein. Ohne konkrete Erfolge bei der Resulticks-Übernahme dürfte der Druck anhalten.

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