Diginex Aktie: Radikale Neuausrichtung
Diginex hat im Januar einen massiven strategischen Umbau vollzogen, der das Unternehmen fundamental verändert. Mit einem Führungswechsel an der Spitze, der millionenschweren Übernahme von Plan A und einer Expansion nach Südamerika stellt sich der Softwareanbieter neu auf. Doch der aggressive Wachstumskurs hat seinen Preis: Während die Umsätze explodieren, weiten sich die operativen Verluste vorerst aus.
Führungswechsel und Großakquisition
Seit dem 28. Januar 2026 steht Lubomila Jordanova als neue CEO an der Spitze von Diginex. Die Gründerin von Plan A.earth löst Mark Blick ab, der das Unternehmen im Vorjahr an die Börse brachte und nun in eine beratende Rolle wechselt. Dieser Personalwechsel ist die direkte Folge der Übernahme von Plan A, die Mitte Januar abgeschlossen wurde.
Die Transaktion bewertet Plan A mit einem Gesamtvolumen von rund 55 Millionen Euro. Interessant für Anleger ist die Struktur des Deals: Neben einer Barzahlung von 3 Millionen Euro wurden neue Aktien im Wert von rund 52 Millionen Euro ausgegeben. Durch diesen Schritt gehören nun Schwergewichte wie Visa und die Deutsche Bank zum Aktionärskreis von Diginex. Technologisch erweitert der Zukauf das Portfolio um KI-gestützte Carbon-Accounting-Funktionen.
Teures Wachstum
Die aggressive Expansionsstrategie hinterlässt deutliche Spuren in der Bilanz. Die Zahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 (April bis September) zeigen ein zweischneidiges Bild:
* Umsatzsprung: Die Erlöse kletterten im Jahresvergleich um 293 Prozent auf 2,0 Millionen US-Dollar.
* Verlustausweitung: Der operative Fehlbetrag stieg von 4,2 auf 6,0 Millionen US-Dollar an.
* Ursache: Verantwortlich für das Minus sind primär die hohen Kosten im Zusammenhang mit den M&A-Aktivitäten.
Parallel dazu treibt das Unternehmen die Internationalisierung voran. Ein neues Joint-Venture im brasilianischen Mato Grosso soll eine digitale Infrastruktur für ESG-Reporting in der Agrarwirtschaft aufbauen, beginnend mit dem Rindfleischsektor. Zuvor stärkte Diginex seine Position bereits durch die Zukäufe von The Remedy Project (Lieferketten-Monitoring) und Matter DK (ESG-Datenanalyse).
Diginex zielt darauf ab, sich als integrierter Komplettanbieter im Sustainability-RegTech-Markt zu etablieren – ein Sektor, der bis 2030 auf bis zu 100 Milliarden US-Dollar anwachsen könnte. Kurzfristig bleibt jedoch die Finanzierung weiterer Schritte entscheidend: Die Verhandlungen zur Übernahme von Resulticks Global Companies laufen noch, hängen aber von der Klärung offener Finanzierungsfragen ab.
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