Der Kölner Motorenhersteller Deutz markierte am Donnerstag mit 11,01 Euro den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt. Seit dem Tief Anfang Februar 2025 bei 4,43 Euro hat sich der Wert mehr als verdoppelt. Dahinter stecken eine strategische Neuausrichtung, eine aussichtsreiche Akquisition und wachsendes Vertrauen institutioneller Investoren.

Die wichtigsten Entwicklungen:

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  • Kurs durchbricht 11-Euro-Marke und notiert 33% über 200-Tage-Linie
  • DWS erhöht Beteiligung auf 3,38 Prozent
  • Frerk-Übernahme erschließt wachstumsstarken Notstrommarkt
  • Neue Geschäftsbereichsstruktur seit Januar aktiv

Technische Stärke trifft auf Fundamentaldaten

Der Abstand zur 200-Tage-Linie bei 8,28 Euro beträgt aktuell +32,95 Prozent. Seit dem 4. Dezember befindet sich die Aktie im langfristigen Aufwärtstrend und legte in diesem Zeitraum 41,73 Prozent zu. Auch die kurzfristigen Durchschnittslinien zeigen nach oben: Der GD 20 liegt bei 9,77 Euro (+12,72%), der GD 50 bei 8,76 Euro (+25,71%).

Die DWS Investment GmbH stockte ihre Position am 16. Januar durch den Erhalt von Aktiensicherheiten auf 5.164.277 Aktien auf. Das entspricht 3,38 Prozent der Stimmrechte – zuvor waren es 2,87 Prozent.

Frerk-Deal als strategischer Hebel

Die im Dezember angekündigte Übernahme der Frerk Aggregatebau GmbH gilt als Wachstumstreiber. Der Spezialist für Notstromaggregegate in Rechenzentren soll rund 100 Millionen Euro zusätzlichen Jahresumsatz beisteuern. Der Kaufpreis liegt im oberen zweistelligen Millionenbereich.

Der Markt für Notstromsysteme wächst durch KI-Boom und Digitalisierung mit 15 bis 20 Prozent jährlich. CEO Dr. Sebastian Schulte sieht darin die Chance, die Abhängigkeit vom zyklischen Verbrennungsmotorengeschäft zu reduzieren.

Neue Organisationsstruktur startet

Seit 1. Januar arbeitet Deutz mit fünf eigenständigen Geschäftsbereichen: Defense (Marco Herre), Energy (David Evans), Engines (Markus Villinger), NewTech (Bert van Hasselt) und Service (Andreas Schmidt). COO Dr. Petra Mayer verließ das Unternehmen im Zuge der Reorganisation zum Jahresende.

Analysten sehen Spielraum nach oben

Warburg Research hob das Kursziel Anfang Januar auf 11,50 Euro an. Der Analystenkonsens liegt bei 11,22 Euro mit einer Spanne von 10,00 bis 12,60 Euro. Fünf Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf.

Charttechnisch bleibt das Bild intakt, solange der 20-Tage-Durchschnitt bei 9,77 Euro hält. Am 26. März folgt der Jahresbericht 2025 – dann dürften sich die strategischen Weichenstellungen auch in konkreten Zahlen niederschlagen.

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