Fast zwei Wochen nach Ausbruch des Iran-Krieges findet der DAX keine Ruhe. Angriffe auf Handelsschiffe im Persischen Golf treiben den Ölpreis weiter nach oben — und die Risikobereitschaft der Anleger sinkt entsprechend.

Die Straße von Hormus ist das Nadelöhr: Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert die Meerenge täglich. Weil der Iran den Schiffsverkehr dort einschränkt, schoss der Brent-Preis in der vergangenen Woche kurzzeitig auf 120 US-Dollar — ein Niveau, das zuletzt 2022 erreicht wurde. Irans neues Führung signalisiert, diese Druckoption weiter zu nutzen. Eine Entspannung ist nicht in Sicht.

Zwar erklärte US-Präsident Trump, den Konflikt zeitnah beenden zu wollen, was den Ölpreis kurzfristig etwas drückte. Anleger trauen der Ankündigung bislang jedoch nicht.

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Sektorrotation: Rüstung gewinnt, Reise verliert

Die geopolitische Lage erzeugt im DAX eine klare Gewinner-Verlierer-Schere. Rüstungswerte wie Rheinmetall, Hensoldt und Renk profitieren von steigenden Verteidigungsbudgets — sowohl auf Bundesebene als auch EU-weit. Auf der anderen Seite leiden Airlines und Reisekonzerne: Lufthansa kämpft mit Luftraumsperrungen, tausenden Flugstreichungen und explodierenden Treibstoffkosten. Auch Chemiewerte stehen unter Druck.

Die Wochenbilanz spiegelt die Nervosität wider. Nach einem Zwischenhoch am Dienstag — der DAX schloss damals noch bei knapp 23.969 Punkten — folgte am Mittwoch ein Rückgang von 1,4 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 4,4 Prozent zu Buche; vom Januarhoch bei 25.421 Punkten ist der Index damit fast acht Prozent entfernt.

Charttechnik und Ausblick

Auf der Unterseite gilt die Zone um 22.000 Punkte als nächste relevante Unterstützung. Nach oben warten Widerstände bei 24.771 und 25.507 Punkten. Solange der Ölpreis erhöht bleibt und keine glaubwürdige Deeskalation im Nahen Osten erkennbar ist, dürfte der Spielraum nach oben begrenzt bleiben.

Zusätzlich könnten EZB-Implikationen belasten: Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck und machen Zinssenkungen unwahrscheinlicher — ein weiteres Gegengewicht für die Konjunktur im Euroraum. In der kommenden Woche rückt neben der Nahost-Lage auch die reguläre DAX-Indexüberprüfung zum 23. März in den Fokus. Im DAX selbst sind dabei keine Änderungen geplant.

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